40 Jahre Teichfest gebührend gefeiert

Hier wurde das beliebte „Picke Pahl“ gespielt.
 
Seit 40 Jahren wird am idyllischen Dorfteich in Alt Wallmoden nun schon das Teichfest gefeiert.

Am Dorfteich in Alt Wallmoden geht’s zwei Tage hoch her / Lagerfeuer, Teich in Flammen und Frühschoppen

„Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche“, so sagte es einmal der österreichische Dirigent und Komponist Gustav Mahler. Und daran scheint man sich in Alt Wallmoden ein gutes Beispiel genommen zu haben.

Seit nunmehr 40 Jahren – im Abstand von zwei bis drei Jahren – wird dort bereits das Teichfest veranstaltet – und es hat bis heute nichts an Attraktivität eingebüßt.
Die älteren Alt Wallmodener können sich noch gut an jenen September des Jahres 1973 erinnern, als die Dorfgemeinschaft zusammenkam, um die damals gerade abgeschlossene Neugestaltung des Teiches zu feiern. Die Idee dazu hatten der damalige Ortsgeistliche, Pastor Conrad Henning, und der frühere Bürgermeister Gerhard Brunke. Schon seinerzeit wurden neben der Kirchengemeinde alle Vereine und Verbände buchstäblich mit „ins Boot“ geholt bei der Durchführung der Veranstaltung. Das ist bis heute so geblieben.
Am vergangenen Wochenende wurde der „runde Geburtstag“ gebührend gefeiert. Dabei blieben die Einwohner am Dorfteich keinesfalls nur unter sich. Auch einige Gäste aus der Umgebung hatten sich eingefunden. Und die Politprominenz – unter anderem waren Bürgermeister Bodo Mahns, Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Kühlewindt und Lutters Bürgermeisterin Karin Rösler-Brandt mit von der Partie – ließ sich einen Besuch ebenfalls nicht nehmen.
Am Samstagnachmittag hatten die Besucher erst einmal Gelegenheit, sich an der reichhaltigen Kaffeetafel zu stärken, bevor die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ihren großen Auftritt hatten. Der Brandschutznachwuchs präsentierte einen Löschangriff und bekam das in einem kleinen Holzhäuschen entfachte Feuer schnell in den Griff. Auch der DRK-Ortsverein beziehungsweise das Jugendrotkreuz verstand es in diesem Rahmen, sich mit einer Vorführung ins rechte Licht zu rücken. Ebenfalls ins Schwarze mit seinem Angebot traf der Schützenverein Alt Wallmoden. Beim Lichtpunktschießen am DISAG-Luftgewehr-Simulator wollten viele einmal auf eine Entfernung von zehn Metern ihre Treffsicherheit testen.
Währenddessen hatten auch die Kinder ihren Spaß. Sie konnten sich wahlweise auf der Hüpfburg austoben, am Glücksrad kleine Preise ergattern und auf dem Flohmarkt einkaufen – oder selbst ihre Waren anbieten. Auch das hat schon Tradition bei dieser Veranstaltung. Nach Einbruch der Dämmerung war es dann endlich soweit. Mit dem Schlauchboot fuhren Jugendliche auf den Teich hinaus, um überall auf dem Dorfteich kleine Kerzenlichter zu entzünden. Dieser „Teich in Flammen“ und recht angenehme Temperaturen sorgten für das passende Ambiente. So wurde bei deftigen Speisen, bei Stockbrotbacken, Durstlöschern und Musik – unter anderem griff Alt Wallmodens Pfarrer Peter Röthke in die Saiten – bis in den späten Abend hinein am Lagerfeuer gefeiert.
Am Sonntagmorgen ging es weiter im Programm mit dem Festgottesdienst im Zelt. Dem schloss sich ein zünftiger Frühschoppen an, bei dem das Saxophon-Quartett „SAXgitter“ unter anderem mit bayerischer Blasmusik für den guten Ton sorgte. Mit leckerer Erbsensuppe aus dem großen Topf war schließlich dafür gesorgt, dass die Küche daheim kalt bleiben konnte. Im Laufe des Nachmittags klang dann ein wieder einmal rundum gelungenes Fest gemütlich aus.