Ein ruhiges Jahr für die Wehr

Bodo Mahns (rechts) mit Sicherheit kein unbekannter in Alt Wallmoden. Bei der JHV war er zumindest erstmals in seiner neuen Funktion zugegen. Neben ihm der neue Kreisbrandmeister Uwe Fricke. (Foto: Süpke)
 
Insgesamt standen bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Alt Wallmoden drei Beförderungen auf dem Programm. Hier ernennen Ortsbrandmeister Klaus Alder und Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau den Brandschützer Nils Hammerschmidt zum Hauptfeuerwehrmann. (Foto: Süpke)

Beförderungen und neue Gesichter bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Alt Wallmoden

Aus Einsatzsicht kann das vergangene Jahr der Alt Wallmodener Wehr als durchaus ruhig eingestuft werden. Ortsbrandmeister Klaus Alder berichtete im Zuge der Jahreshauptversammlung von lediglich fünf Einsätzen.

Dabei handelte es sich im Detail um drei Alarmierungen zu Verkehrsunfällen, eine Tragehilfe und einen Einsatz „Messen und Spüren“. Brandeinsätze mussten die aktiven Mitglieder der Wehr glücklicherweise nicht fahren.
Die Jahreshauptversammlung war neben dem Bericht des Ortsbrandmeisters sowie einigen Beförderungen jedoch auch aus einem anderen Grund durchaus interessant. Es war nämlich die Generalversammlung der neuen Gesichter. Zwar nicht unbedingt auf Seiten der Alt Wallmodener Wehr, doch mit Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns, Wallmodens neuem Bürgermeister Harald Güldner, dem neuen Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses Jan Düerkop sowie dem neuen Kreisbrandmeister Uwe Fricke waren gleich vier öffentliche Vertreter vor Ort, die sich der Feuerwehr erstmals in ihren neuen Funktionen präsentierten.
Dennoch hatte Bodo Mahns natürlich ein Heimspiel, denn Lutters neuer Verwaltungschef lebt nicht nur in Alt Wallmoden, sondern war als Bürgermeister über mehr als ein Jahrzehnt für die Gemeinde verantwortlich. In seiner Rede ging der Verwaltungschef kurz auf die Ausgaben im vergangenen Jahr ein. So berichtete Mahns, dass der Schwerpunkt im Bereich des Digitalfunks und für die Anschaffung des neuen Hahäuser Einsatzfahrzeuges lag. In diesem Jahr stehen erneut hohe Investitionen in den Feuerschutz auf dem Programm. So sollen rund 30.000 Euro für Handfunkgeräte und rund 60.000 Euro für die Anschaffung eines Einsatzleitwagens in den Haushalt eingestellt werden.
Lutters Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau ging in seinen Ausführungen auf ein Phänomen ein, das sich vor allem im letzten Jahr zeigte. So mussten verhältnismäßig viele Bäume gefällt werden, was die Feuerwehren in der Samtgemeinde dazu veranlasst, in diesem Jahr jungen Brandschützern die Ausbildung an der Motorsäge anzubieten.
Kreisbrandmeister Uwe Fricke berichtete von der Neuanschaffung eines Abschnittscontainers. Zudem führte Fricke aus, dass die Umstellung auf den Digitalfunk abgeschlossen werden konnte. Einem Vorstoß des Landesfeuerwehrverbandes, der die Truppführerausbildung vom Land an die Kreise abgeben möchte, erteilte Fricke indes jedoch eine klare Absage. Er verwies darauf, dass die Landkreise für diese Aufgabe einfach nicht genügend Fahrzeuge bereitstellen könnten. Darüber hinaus verwies Fricke auch auf die Kampagne „Mach deine Kinder stolz, geh zur Feuerwehr“, die um neue Aktive in den Reihen der Feuerwehren wirbt.
Die schwierige Nachwuchsproblematik zeigte sich auch beim Bericht von Jugendfeuerwehrwart Reiner Wolf. Da fünf Mitglieder der Jugendabteilung in die aktive Wehr übergetreten sind, verfügt die Nachwuchsabteilung aktuell nur noch über drei Jugendliche aus Alt Wallmoden. Die wöchentlichen Dienstabende (immer freitags) werden deshalb ab sofort mit zwei Jugendlichen aus Neuwallmoden und sechs aus Ostlutter absolviert.
Bei den Beförderungen standen insgesamt drei auf dem Plan. Vorgenommen wurde diese von Ortsbrandmeister Klaus Alder und Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau. Sven Güldner und Wolfgang Michael wurden zu Feuerwehrmännern ernannt, Nils Hammerschmidt zum Hauptfeuerwehrmann. Zudem absolvierte er den Gruppenführerlehrgang Teil 1 und 2.