Entführt nach Mittelamerika

35 Teilnehmer waren zum Vortrag gekommen. (Foto: Süpke)

Lutteraner Landfrauen hatten Jochen Wadsack eingeladen / 35 Teilnehmer bekamen spannende Reiseeinblicke

Abwechslungsreich ist das Vortragsprogramm, das sich die Lutteraner Landfrauen überlegten. 

Jetzt war es wieder einmal so weit. Im Dorfgemeinschaftshaus in Alt Wallmoden trafen sich 35 Besucher. Dieses Mal wurden sie in ferne Länder entführt. Genauer nach Mittelamerika. Zu Gast war der Seesener Jochen Wadsack. Mitgebracht hatte er seinen Bericht zu „Eine Reise durch Mittelamerika – Landschaft und Kultur“.
2014 reiste Jochen Wadsack für knapp vier Wochen durch die drei mittelamerikanischen Länder Costa Rica, Nicaragua und Panama. Als Brücke zwischen den beiden Kontinenten sind sie geprägt von vielen aktiven Vulkanen, tierreichen Dschungeln und wilden Küsten beider Ozeane. Die relativ kleinen Staaten haben große Teile ihres Landes unter Naturschutz gestellt. Als Gegenkraft für die Bananen- an den Ostseiten und Kaffeeplantagen im Hochland sowie die menschlichen Eingriffe in die Natur durch den Panamakanal und dessen Infrastruktur. Zudem baut China seit Dezember 2014 einen neuen Kanal durch Nicaraguas empfindlicher Natur und dem größten Süßwassersee Mittelamerikas – eine weitere Naturkatastrophe mit ungeahnten Ausmaßen bahnt sich an, erzählte Jochen Wadsack.
Die organisierte Tour führte den Seesener per Bus und Boot, wo es per Straße nicht mehr weiterging, zu den interessantesten Gebieten, mehreren Vulkanen, originären Dschungeln mit seiner unglaublichen Artenvielfalt und immer wieder zu den Menschen. Durch den Sklavenhandel und dem Kanalbau in Panama leben heute in dieser Region eine reiche Mischung von allen Hautfarben zusammen.
Die beeindruckenden Bilder mit eingeflochtenen Ton-Kurzfilmen veranschaulichten diese spannende und abwechslungsreiche Reise. Zahlreiche Bilder hatte der Seesener für die Landfrauen mitgebracht. Mit einem Panamahut auf dem Kopf schloss Jochen Wadsack seinen Bericht. Eine rege Fragestunde schloss sich an den Vortrag an. Die Vorsitzende des Landfrauenvereins Renate Geldmacher-Ternedde dankte dem Referenten.
In Sachen Vorträge legen die Lutteraner Landfrauen jetzt eine Sommerpause ein. Der nächste Vortrag ist am 10. Oktober im „Dorfkrug“ in Ostlutter. Fritz Raffert aus Hahausen ist zu Gast. Er spricht zum Thema „Unser täglich Brot – Brotsorten früher und heute“. Im Anschluss ist ein Ernteessen geplant. Weitere Vorträge sind am 7. November und 5. Dezember.