Kassenlage bereitet Sorgen

Die geehrten Fritz Schmidt (Vorsitzender), Karin Jasper, Marga Schmidt (höchste Singbeteiligung) und Walter Jasper (von links).

MGV „Gemischter Chor“ Altwallmoden blickt zurück / Vorsitzender Fritz Schmidt wird für 25-jährige Tätigkeit geehrt

Bei der Jahreshauptversammlung des MGV „Gemischter Chor“ Alt Wallmoden stand ein Mann im Fokus. Es war Vereinsvorsitzender Fritz Schmidt der am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus für seine bereits 25 Jahre währende Tätigkeit als Chorchef geehrt wurde.

Kassiererin Christine Stegmann, deren Bericht zu einem späteren Zeitpunkt der Sitzung für Diskussionsstoff sorgte, überreichte Schmidt mit den Worten „so lange hat noch niemand zuvor an der Spitze des Chores gestanden“ einen Blumenstrauß und eine Weinflasche verziert mit einer goldenen „25“ auf dem Flaschenhals.
Am 14. Januar 1989 trat Schmidt das Amt als 1. Vorsitzender an. Damals sangen noch 25 Frauen und 17 Männer in dem Chor. Inzwischen ist die Mitgliederzahl, wie es vielen Vereinen beschert ist, gesunken. Heute erfreuen noch 17 Sängerinnen und acht Sänger Veranstaltungen jedweder Coleur mit ihren Stimmen.
Die Ehrung selbst nahm Fritz Schmidt dann relativ sprachlos entgegen. Artig bedankte er sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und ließ durchblicken, dass er auch nach so langer Zeit seines Amtes noch nicht überdrüssig ist.
Mit der Singbeteiligung, zumindest auf Seiten der Frauen, konnte der Chor in den abgelaufenen zwölf Monaten sehr zufrieden sein. Die weiblichen Mitglieder steigerten ihre Beteiligung bei den Singabenden des Chores von 67,8 Prozent im Jahr 2012 auf 76,8 Prozent im zurückliegenden Jahr. Die Männer hingegen haben ein wenig nachgelassen. Ihre Beteiligung sank von 85,1 Prozent auf 77,7 Prozent womit sie aber immer noch knapp vor den Damen liegen.
Neben der Ehrung für Chorchef Fritz Schmidt konnten auch noch die Mitglieder Karin und Walter Jasper für ihre inzwischen zehnjährige Zugehörigkeit ausgezeichnet werden.
Der Kassenbericht förderte dann weniger positive Nachrichten zutage. Der Verein ist finanziell nicht auf Rosen gebettet, und „Erhöhung des Beitrages ist leider nicht mehr auszuschließen“, wie Schmidt formulierte.
In diesem Jahr sollen die Zahlungen der Mitglieder zwar noch nicht aufgestockt werden, „im nächsten Jahren werden wir dies aber tun müssen“, prophezeite der Vorsitzende.
Über die Veranstaltungen des letzten Jahres berichtet dann Maurice Letinturier, seines Zeichens Stellvertreter von Fritz Schmidt. Mit einem deutlichen französischen Akzent erinnerte er an das Heringsessen, die Beteiligung am Teichfest sowie an das Konzert im Glashaus und die zahlreichen Ständchen.
In fünf Jahren kann der Alt Wallmodener Klangkörper sein 150. Jubiläum feiern. Bis es soweit ist steht aber noch ein anderes, ein sogar etwas größeres Jubiläum ins Haus, die 1000-Jahr-Feier des Dorfes. Dieses soll vom 17. bis 19. Juni 2016 gefeiert werden. Die Vorbereitung, darüber berichtete der „Beobachter“ bereits, laufen schon auf Hochtouren. Und natürlich wird sich an diesen historischen Tagen auch der Chor nicht lumpen lassen und mit einigen Auftritten auf sich aufmerksam machen.
Auf einen Bericht von Chorleiter Christian Wolf mussten die Mitglieder in diesem Jahr leider verzichten. Er konnte aus privaten Gründen nicht anwesend sein.
Wallmodens Bürgermeister Bodo Mahns dankte dem Chor in seinen Grußworten für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben und füllte die angeschlagene Kasse mit einem kleinen Flachgeschenk.