Platzmangel ist Geschichte

Bisher wurden die Mitglieder im Feuerwehrgerätehaus geschult. Die Einsatz- und Dienstkleidung musste deshalb in der Garage hängen. Keine optimale Lösung. Nun wurde aber sinnvolle Abhilfe geschaffen.
 
Künftig wird in der leerstehenden Wohnung im DGH gepaukt.

Bodensteiner Wehr kann Wohnung im DGH für Schulungszwecke nutzen

Gute Nachrichten für die Freiwillige Feuerwehr in Bodenstein kommen vom Rat der Gemeinde Wallmoden. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Rates beschlossen, dass die Brandschützer die leerstehende Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus ab dem 1. April für Schulungszwecke nutzen können.

Das leidige Platzproblem der Bodensteiner Einsatzkräfte ist damit erst einmal vom Tisch. Und auch ein Anbau an das Feuerwehrgerätehaus, der zeitweilig angedacht wurde, ist nun nicht mehr nötig.
Bis dato nutzen die Bodensteiner Feuerwehrleute einen Raum im Feuerwehrgerätehaus um sich theoretisch weiterzubilden. Ihre Einsatzkleidung hängt äußerst unvorteilhaft in der Garage in direkter Nachbarschaft zu ihrem Fahrzeug. Aus diesem Grund wurde auch schon immer wieder darüber nachgedacht eine Abgasabsauganlage zu installieren, um die Kleidung vor den gefährlichen Schadstoffen zu schützen.
Nun hat sich das Blatt aber gewendet und weder Anbau noch Installation der Abgasabsauganlage sind noch notwendig. Die Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus steht nämlich seit einiger Zeit leer, da die bisherige Bewohnerin aus Altersgründen ausgezogen ist. Und da es sich bei der Immobilie um Eigentum der Gemeinde Wallmoden handelt, kann die Feuerwehr die Räumlichkeiten kostenfrei nutzen. Die Kleidung der Brandschützer wird dann künftig im bisherigen Schulungsraum im Feuerwehrgerätehaus unterkommen.

Sanierungskosten müsste die Gemeinde tragen

Einzig die Kosten für mögliche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen und für die Nutzung hätte die Gemeinde zu tragen. Welchen Umfang diese haben, soll bei einer Besichtigung durch den Verwaltungsausschuss geklärt werden. Der Bodensteiner Karl-Hermann Falkenberg hatte dies angeregt und gleichzeitig gefragt ob er an diesem Termin teilnehmen könne. Bürgermeister Bodo Mahns, der bisher noch nichts konkretes über den Kostenrahmen sagen kann, stimmte diesem Vorschlag zu. „Damit wir wissen worüber wir reden halte ich es für sinnvoll, dass wir uns vor Ort ein Bild von den Räumlichkeiten machen“, so Bürgermeister Bodo Mahns.
Die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses wird also in Bodenstein stattfinden. Zusätzlich regte Falkenberg an, dass auch die nächste Ratssitzung einmal in Bodenstein veranstaltet werden solle. Ein Vorschlag den Mahns nach Möglichkeit berücksichtigen wird.
Im weiteren Verlauf der Ratssitzung konnte Gemeindedirektor Kühlewindt noch über die positive Bilanz des Haushaltsjahres 2012 berichten. Zwar ist das Zahlenwerk, das Kühlewindt den Ratsmitgliedern präsentierte, noch nicht geprüft, bildet aber dennoch die Finanzen der Gemeinde korrekt ab.

Gewerbesteuereinnahmen haben sich erholt

Laut Aussage von Kühlewindt konnte die Jahresbilanz 2012 mit einem Plus von immerhin 80.224 Euro abgeschlossen werden. Dieses Geld steht der Gemeinde aber nicht zur Verfügung, sondern dient der Abdeckung des Fehlbetrages aus dem Haushaltsjahr 2011. Diese betrug 278.177 Euro und wird jetzt entsprechend durch den Überschuss gemindert.
Eigentlich war die Verwaltung auch für 2012 von einem Defizit in Höhe von rund 71.000 Euro ausgegangen. Diese Prognose ist aber glücklicherweise nicht eingetreten, da sich die Gewerbesteuereinnahmen in der Gemeinde Wallmoden im Vergleich zu 2011 erholt haben. Nach Aussage Kühlewindts ist die Gewerbesteuer in der Gemeinde in den letzten Jahren immer wieder hohen Schwankungen unterworfen gewesen.
Ein Antrag von Karl-Hermann Falkenberg, in Bodenstein einen Verkehrsspiegel zu installieren, wurde auf Wunsch des Antragsstellers nicht zur Abstimmung freigegeben sondern in den Verwaltungsausschuss verwiesen.
Zum Abschluss der Sitzung ging Mahns auch noch kurz auf die Sanierungsarbeiten der Ortsdurchfahrt in Alt Wallmoden ein. Der Bürgermeister teilt mit, dass die Gosse etwas tief gelegt worden sei. Dies hätten Anwohner moniert. Der Landkreis, in dessen Auftrag die Arbeiten durchgeführt werden, wird darüber informiert.