Vorerst keine Besserung bei der Breitbandversorgung

Ratssitzung in Alt Wallmoden: Keine Begeisterung über Tagebau in Bodenstein / Haushalt 2010 positiv ausgefallen

„Wir können nichts mehr dagegen tun“, musste Gemeindedirektor Peter Kühlewindt bei der Ratssitzung in Alt Wallmoden bezüglich des umstrittenen Quarzsandtageabbaus in Bodenstein mitteilen.

Wie berichtet möchte die Sandwerk GmbH & Co.KG das dortige Abbaugebiet deutlich ausweiten. Kürzlich hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie mit Sitz in Clausthal-Zellerfeld diesen Plänen zugestimmt. Niemand sei darüber begeistert. Vor allem auch, weil die Bedenken der Lutteraner nicht berücksicht wurden.
So gäbe es schon jetzt durch die Lockerungssprengungen Schäden an Häusern. Mit der Vergrößerung könnte es zu weiteren Problemen kommen. Aus der Einwohnerschaft kam daher die Sorge, dass die Beweisführung schwierig werden könnte und wer im Schadensfall überhaupt haftbar ist. Auch die zunehmende Verkehrsbelastung wurde angesprochen.
Der entsprechende Planfeststellungsbeschluss und die Antragsunterlagen können noch bis einschließlich 16. September im Rathaus der Samtgemeinde Lutter zu den üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden.
Ein weiteres Thema war die Breitbandversorgung in der Gemeinde Wallmoden. Peter Kühlewindt informierte darüber, dass eine bessere Leitung nur gebaut wird, wenn sich die Gemeinde beteiligt. Für Alt Wallmoden müssten 24.000 Euro, für Neuwallmoden sogar 235.000 Euro zugezahlt werden. Da dies der Gemeinde nicht möglich ist, wird sich vorerst nichts tun. „Wir warten ab, ob es vielleicht mal wieder Förderprogramme gibt. Eventuell können wir das dann in Angriff nehmen“, erklärte Kämmerin Heike Ahrens im Gespräch mit dem „Beobachter“. Immerhin werde ein Funkturm eneuert, so dass ab kommendem Jahr zumindest die Funkverbindung vermutlich besser werde.

Haushalt 2010 besser als erwartet

Der Jahresabschluss für das Jahr 2010, der erste nach doppischer Art, viel deutlich besser aus als erwartet. Die Rechnungsprüfung ist nun abgeschlossen und wies ein Plus von 12.411 Euro aus. Geplant worden war mit einem Minus von 87.900 Euro. „Höhere Steuereinnahmen und Einsparungen bei Aufwendungen haben uns sehr geholfen“, freute sich Ahrens. Die Einnahmen lagen bei rund 870.000 Euro (geplant 823.000 Euro), ausgegeben wurden rund 857.000 Euro anstatt 911.000 Euro. Der Überschuss kommt erst einmal in die Rücklagen. Viel Grund zum Jubeln bleibt aber nicht. Denn der Haushalt 2011 ist kurz vor dem Abschluss und hier, so Kühlewindt, sehe es nicht so gut aus.
Zugestimmt wurde einer Erhöhung der Ausgaben für die Kreis- und Gemeindeumlage. Aus dem Verwaltungsausschuss teilte der Gemeindedirektor mit, dass am Dorfgemeinschaftshaus Alt Wallmoden ein Bouleplatz gebaut werden soll.