Die Spiele beginnen!

Hilfe, ich stecke fest! Michels Kopf lässt sich nicht mehr aus der Suppenschüssel befreien. Im Hintergrund ratlos, von links nach rechts: Klein-Ida, Mutter Alma, Vater Anton, Knecht Alfred und Magd Lina. (Foto: Hillebrecht)

„Die Comedian Harmonists“ und „Michel aus Lönneberga“ zum Start der Festspiele in Bad Gandersheim

Am kommenden Wochenende geht es Schlag auf Schlag bei den Gandersheimer Domfestspielen. Mit der Premiere von „Michel aus Lönneberga“ sowie der Wiederaufnahme-Premiere und zwei weiteren Aufführungen von „Die Comedian Harmonists“ finden die ersten Vorstellungen der diesjährigen 58. Spielzeit der Festspiele statt.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind mehr als 31.000 Karten für die insgesamt 62 Vorstellungen auf der großen Freilichtbühne vor der Gandersheimer Stiftskirche verkauft. Für alle vier Vorstellungen am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag sind jedoch noch Karten zu haben.

Heute Abend: „Die Comedian Harmonists“ im Dreierpack
„Ein Freund, ein guter Freund“, „Veronika, der Lenz ist da“, „Mein kleiner, grüner Kaktus“ und zahlreiche weitere Hits der Comedian Harmonists werden ab dem heutigen Freitag, 27. Juni, um 20 Uhr wieder auf der Festspielbühne erklingen. Die Inszenierung der Musiktheaterproduktion „Die Comedian Harmonists“ sorgte bereits im vergangenen Sommer für Begeisterung bei Publikum und Kritikern und wird in dieser Spielzeit für insgesamt acht Aufführungen wieder aufgenommen.

Michel aus Lönneberga: Die Anarchie des Kindseins
Am Sonnabend um 15 Uhr feiert außerdem das diesjährige Kinder- und Familienstück der Domfestspiele seine Premiere auf der Festspielbühne. Mit „Michel aus Lönneberga“ von Astrid Lindgren wurde dafür einer der größten Klassiker der Kinderbuch-Literatur ausgewählt. Der kleine Michel treibt auch in der Inszenierung in Bad Gandersheim sein Unwesen auf dem Katthult-Hof im schwedischen Lönneberga und bringt damit seine Eltern immer wieder fast um den Verstand.
Ob er nun seine Schwester Klein-Ida am Fahnenmast in die Höhe zieht, mit dem Kopf in einer Suppenschüssel hängenbleibt, seinen Vater im Klohäuschen einsperrt oder …Nahezu pausenlos hält Michel seinen Vater Anton und seine Mutter Alma mit seinen verrückten Aktionen auf Trab.
Tim Egloff gestaltet den Erzählstoff mit Witz und vielen Ideen und setzt dabei auf Slapstick und Situationskomik. Es wird bunt, laut und turbulent. Statt der blauen Mütze aus den Kinderbüchern trägt der Michel von heute ein rotes Basecap.

Publikumsliebling Moritz Fleiter spielt den Michel
In leuchtenden Neonfarben ist das Bühnenbild gehalten, das Ausstatterin Friederike Meisel für die Gandersheimer „Michel“-Inszenierung entworfen hat: „Wir schaffen einen überhöhten Michel-Kosmos, der sich immer wieder verwandelt und zu einem riesigen Abenteuerspielplatz für Michel und seine Schwester wird“, beschreibt Meisel
In der Titelrolle als Michel ist Moritz Fleiter zu erleben, der bereits seit 2009 immer wieder große Rollen in den Gandersheimer Kinder- und Familienstücken übernimmt, wie etwa zuletzt den Hahn in „Eselhundkatzehahn“ und den Birk in „Ronja Räubertochter“.
Die offizielle Eröffnung der 58. Gandersheimer Domfestspiele findet am Donnerstag, 2. Juni mit einem Festakt in der Gandersheimer Stiftskirche und der Premiere der Komödie „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow statt. Regie führt Festspielintendant Christian Doll.
Des Weiteren im Programm der diesjährigen Spielzeit: Die Musical-Uraufführung „Highway to Hellas“, das Musical „Die drei Musketiere“ sowie der Schauspielmonolog „Judas“. Karten und weitere Informationen unter www.gandersheimer-domfestspiele.de sowie der Ticket-Hotline (05382) 73-777.