Erste Gebärmutterentfernung per Schlüsselloch-Verfahren mit moderner HD-Technik

Dr. med. Oliver Meißner und Erika Lepoittevin.

Neueste Technik in der HELIOS Klinik Bad Gandersheim / Patienten profitieren bei Operationen von einem modernen Videoturm

Die Entfernung der Gebärmutter ist eine der häufigsten Operation in der Gynäkologie. In der HELIOS Klinik Bad Gandersheim ist dies dank eines hochauflösenden HD-Videoturms per Schlüsselloch-Verfahren möglich. Die Patientinnen haben dadurch nach der Operation deutlich weniger Beschwerden.
Erika Lepoittevin aus Langspringe hatte ständig Bauchschmerzen und litt unter Blasenschwäche. „Die Bauchschmerzen gingen auch mit starken Schmerztabletten nicht mehr weg. Ich hatte das Gefühl, dass in mir etwas wächst“, erinnert sich die 38-Jährige. Aus diesem Grund suchte sie ihren Gynäkologen Dr. med. Oliver Meißner auf. „Frau Lepoittevin litt an gutartigen Muskelgeschwülsten, sogenannten Myonen, an der Gebärmutter. Weil diese Myone schnell nachwachsen und bei der Patientin kein Kinderwunsch besteht, habe ich ihr zur Entfernung der Gebärmutter geraten“, sagt Dr. med. Meißner. Schon eine Woche später konnte sie in der HELIOS Klinik Bad Gandersheim operiert werden. „Es ist erstaunlich. Mir ging es gleich viel besser und ich muss nun endlich keine Schmerztabletten mehr nehmen“, sagt Frau Lepoittevin nach der Operation.
Seit Anfang des Jahres 2012 gibt es in der HELIOS Klinik Bad Gandersheim einen HD-Videoturm, der gestochen scharf und mit starker Vergrößerung die genaue Abbildung von Organen ermöglicht. „Dank dieses Turms konnten wir Frau Lepoittevin in Schlüsselloch-Technik operieren. Diese Operationsmethode hat für die Patienten viele Vorteile“, erklärt der Gynäkologe. Zunächst wird ein Kohlensäuregas in den Bauchraum gefüllt. Über wenige kleine Schnitte werden die Kamera und die Arbeitsinstrumente eingeschoben. Die Gebärmutter wird oberhalb des Gebärmutterhalses abgetrennt und kann dann nach Zerkleinerung über die Arbeitskanäle entfernt werden. Der nicht erkrankte unterste Teil der Gebärmutter bleibt erhalten.
„Der entscheidende Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es kaum sichtbare Narben gibt und die Patientinnen nach der Operation deutlich weniger Schmerzen haben“, sagt Dr. med. Meißner. Die Entscheidung, welche Technik im Einzelfall sinnvoll ist, muss von der vorliegenden Erkrankung, der Gebärmuttergröße und der anatomischen Gegebenheit abhängig gemacht werden.