Ferienpass: „Den Fledermäusen auf der Spur” 

(Foto: bo)
Seit über zehn Jahren werden Fledermausnächte als Ferienspaß vom NABU Harzvorland (Naturschutzbund Deutschland) angeboten. Wie jedes Jahr fragten viele Kinder, deren Eltern und auch die Jugendpfleger schon im Frühjahr um Wiederholung an. Also kamen die Fledermausnächte erneut ins Programm.
In diesen Jahr waren dann auch wieder viele Kinder mit ihren Eltern dabei und staunten über Fledertiere, die es in freier Natur dabei zu bestaunen gab. Bei jeder Aktion wurde über das Familienleben der nächtlichen Insektenjäger, ihre Jagd und anderes Wissenswerte berichtet. Bilder, Fledermausspiele und vieles mehr begeisterten Kinder und Erwachsene. Fledermausdetektoren, die die Rufe der Insektenjäger für den Menschen hörbar machen, faszinierten.
In Greene allerdings lief es diesmal nicht so gut wie in den Jahren zuvor. Denn kurz vor Beginn bot der Wettergott einen sintflutartigen Regen mit über 40 Liter pro qm an. So wagten sich nur sehr wenige Kinder mit ihren Eltern zum Treffen. Aber diese hatten die Aufmerksamkeit des Fachmannes ganz für sich alleine. Kein weiterer Regen störte, und in aller Ruhe konnten die verschiedenen Fledermäuse, kleine und auch große Arten, bestaunt werden.
In Bad Gandersheim waren über 35 Kinder mit ihren Eltern gekommen. Tausende Fragen wurden beantwortet, und in der lauen regenfreien Sommernacht konnte auf das Beste der Jagdflug der insektenfressenden Flattertiere bis spät in die Nacht bewundert werden. Über den Kurteichen tummelten sie sich dicht über dem Wasser und waren so bestens zu sehen.
Die dritte Fledermausaktion war in Seesen am Kurparkteich. Auch dort waren weit über dreißig Kinder mit den Eltern und Großeltern dabei. Fasziniert verfolgten sie die Erklärungen des Fledermausexperten Peter Schmidt, der diese Aktionen seit vielen Jahren mit großem Wissen und Geschick leitet. Es war erstaunlich, mit welch einfachen Hilfsmitteln er alles erläuterte. Beispielsweise dienten Gummibärchen in verschiedener Anzahl dazu, das Gewicht der kleinsten und größten Fledermausart anschaulich zu machen. Alle dankbaren Kinder verspeisten hinterher mit Genuss diese Anschauungsmaterial. Auch hier konnten am Wasser die insektenfressenden Flattertiere über eine lange Zeit beobachtet werden. Manche Kinder konnten sich trotz sehr weit fortgeschrittener Zeit kaum davon losreißen, den Tieren bei der nächtlichen Insektenjagd über dem Wasser zuzuschauen.
Die Ferienpassaktion in Westerhof musste beim ersten Versuch wegen Starkregens abgesagt werden, obwohl sich fast ein Dutzend Interessierte in Regenjacken eingefunden hatten. Aber die Fledermäuse und ihre Beutetiere mögen auch nicht im Regen fliegen. Eine Woche später gab es einen neuen Anlauf, und diesmal hatte Petrus ein Einsehen. Selbst die begleitenden Erwachsenen waren begeistert von den oft nur wenige Zentimeter entfernt jagenden Fledermäusen, die im Licht von starken Lampen zu sehen und belauscht von Detektoren zu hören waren.