Flöte und Cembalo, Voktett und Alphornmusik

Wann? 17.09.2015 19:30 Uhr

Wo? Klosterkirche Wiegbrechtshausen, Bad Gandersheim DE
Das Ensemble „VOKTETT HANNOVER“ kommt morgen nach Bad Gandersheim.
Bad Gandersheim: Klosterkirche Wiegbrechtshausen |

25. Gandersheimer Dommusiktage / Karten beim „Beobachter“

Am morgigen Donnerstag, 17. September, um 19.30 Uhr treten Britta Hauenschild und Eckhart Kuper in der Klosterkirche Wiebrechtshausen in einen Dialog – ein Austausch zweier empfindsamer Musiker, mit hohen technischen und klanglichen Standards und starkem Ausdruck (auf der Suche nach immer neuen klanglichen Möglichkeiten ihrer historischen Instrumente).

Wenn die rechte Hand des Klavierspielers sich mit der Flöte als gleichberechtigter Partnerin unterhält und der Bass den beiden dazu das Fundament liefert, dann erklingt eine Sonate für Flöte und obligates Cembalo. Die größten Werke der Flötenliteratur, wie die Sonate in h-Moll von Johann Sebastian Bach, gehören zu dieser Gattung, die Komponisten wie Publikum im 18. Jahrhundert inspirierte. Auf dem Programm stehen weitere Obligate Sonaten der Bach-Familie.
Im Anschluss gestaltet das Ensemble VOKTETT HANNOVER – Gewinner des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs 2015 in der Kategorie Vokalensemble – um 21.30 Uhr die Musik zur Nacht mit Werken von Carlo Gesualdo, Knut Nystedt, Hugo Distler, Johann Hermann Schein, Benjamin Britten und Francis Poulenc bei freiem Eintritt in der Stiftskirche/Dom. Das VOKTETT HANNOVER wurde 2012 als ein gemischtes und doppelchörig besetztes Vokalensemble von Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gegründet. Die acht Sängerinnen und Sänger, welche in unterschiedlichen musikalischen Bereichen tätig sind, verbindet einerseits der Wunsch, herausragende Werke der Vokalmusik auf hohem Niveau zu durchdringen und andererseits, einem breiten Publikum den Zugang zu solchen musikalischen Ereignissen zu ermöglichen. Sie widmen sich in ihren abwechslungsreichen Programmen vorrangig A-cappella-Werken, die möglichst facettenreich die vielstimmige Vokalmusik der europäischen Musikgeschichte widerspiegeln sollen. So reicht ihr umfassendes Repertoire von den Anfängen der polyphonen Vokalmusik bis zu Kompositionen der Gegenwart.
Das Alphornquartett Weimar gastiert schließlich am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr in der Stiftskirche mit Werken von Lukas Schmid, Walter Klaus, Leopold Mechura, Tilman Susato. Das Alphornensemble Weimar besteht seit 1995, als sich die drei Hornisten Stephan Katte, Ralf Ludwig, Jens Pribbernow und der Tubist Daniel Hartmann ihre Instrumente aus Fichten des Thüringer Waldes selbst anfertigten. Kennengelernt hatten sich die Musiker beim Studium an der Weimarer Musikhochschule „Franz Liszt“ und in der Staatskapelle Weimar. Seitdem wurden zig Konzerte in ganz Deutschland, zum Teil mit Orgel, gestaltet. 2002 erfolgte das Debüt im Heimatland des Alphorns, der Schweiz. 2005 gab es zwei gefeierte Konzerte in den italienischen Dolomiten; das bisher „nördlichste“ Konzert gab es auf Sylt. Doch lassen die Musiker auf ihren 4,30 Meter langen Instrumenten nicht nur folkloristische Weisen erklingen, sondern auch besonders barocke Kompositionen. Außerdem wurden bereits mehrere Werke eigens für dieses Ensemble komponiert beziehungsweise arrangiert (Wolf-Günther Leidel, Manfred Schlenker, Stephan Katte).
Optische wie akustische Abwechslung versprechen ebenfalls selbst angefertigte Gemshörner – Flöteninstrumente aus dem Horn des namibischen Watussi-Rindes. Abgerundet wird das Programm durch klassische Hornliteratur auf „ganz normalen“ sowie historischen Waldhörnern. Seit 1999 bereichert Georg Bölk, Solotubist der Staatskapelle Weimar, das Ensemble. Er spielt nun im Wechsel mit seinem ehemaligen Schüler Daniel Hartmann. 2005 erschien zum 10-jährigen Jubiläum die CD des Ensembles „Musik und Natur – Musik für Alphörner und Gemshörner“ beim Label Gutingi.
Karten für das Konzert gibt es in der Geschäftsstelle des Seesener „Beobachter“, Lautenthaler Straße 3. Infos: www.dommusiken.de