Gemeinsame Träume an der „Langen Tafel“

Unter den Bäumen vor der Stiftskirche war ein langer Tisch aufgebaut worden, auf dem alle Besucher gemeinsam Platz nahmen und ihr mitgebrachtes Frühstück teilten.
 
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„Das war eine großartige Veranstaltung, die hoffentlich in den nächsten Jahren wieder stattfinden wird“, bestätigte die Bad Gandersheimerin Odila Scheuer, die mit ihrem Mann und einigen Freunden zur „Langen Tafel“ gekommen war.

Knapp 100 Bad Gandersheimer und Gäste erschienen am vergangenen Sonntag zum gemeinsamen Frühstücken und Visionieren im Rahmen einer Bürgeraktion der Gandersheimer Domfestspiele, der Stadt Bad Gandersheim und der Stiftskirchengemeinde


Ein schattiges Plätzchen fanden am vergangenen Sonntag knapp 100 Bad Gandersheimer und Gäste bei der „Langen Tafel“, die gemeinsam von den Gandersheimer Domfestspielen, der Stadt Bad Gandersheim und der Stiftskirchengemeinde veranstaltet wurde.

Unter den Bäumen vor der Stiftskirche war ein langer Tisch aufgebaut worden, auf dem alle Besucher gemeinsam Platz nahmen und ihr mitgebrachtes Frühstück teilten. Doch gleichzeitig wurde die „Lange Tafel“ auch zu einem Ort, an dem man sich gemeinsam über die eigenen Träume und Visionen zur Zukunft der Stadt Bad Gandersheims austauschen konnte.
„Das war eine großartige Veranstaltung, die hoffentlich in den nächsten Jahren wieder stattfinden wird“, bestätigte die Bad Gandersheimerin Odila Scheuer, die mit ihrem Mann und einigen Freunden zur „Langen Tafel“ gekommen war. „Man kam mit vielen Menschen ins Gespräch, die man zuvor nur flüchtig kannte - und konnte sich ganz zwanglos kennenlernen und dabei gleichzeitig über ein Thema austauschen, das uns alle angeht. Ein solcher Austausch in regelmäßiger Form wäre unglaublich wichtig, wenn wir gemeinsam etwas in unserer Stadt bewegen wollen.“
Moderiert von der Organisatorin der „Langen Tafel“, Annemarie Schorcht, kamen die Besucher der untereinander ins Gespräch: In kleinen Gruppen, in denen jeweils vier Personen miteinander aßen und diskutierten, die sich zuvor nicht oder nur kaum kannten, teilte man sich gleichzeitig die mitgebrachte Marmelade zum Frühstücken und die Visionen zur Zukunft der Stadt. Dank eines speziell auf Bad Gandersheim zugeschnittenen Spiels brach schnell das Eis - und bald kam man mit zuvor Unbekannten in spannende Diskussionen über die großen und kleinen Themen der Stadt, von der Attraktivität für Touristen über die Verbesserung der eigenen Lebenssituation bis hin zur Frage nach einer gelungenen Aufnahme von Flüchtlingen. Am Ende hinterließen alle Teilnehmer der „Langen Tafel“ eine ihrer Visionen mit Wachsmalkreide auf der langen Tischdecke, und Annemarie Schorcht und Festspielintendant Christian Doll lasen das Potpourri aus ernsthaften Anliegen, verrückten Träumen und wagemutigen Wünschen vor.

„Wir haben mit der 'Langen Tafel' ganz bewusst eine Veranstaltung in unser Programm gesetzt, in der wir Bad Gandersheimer eingeladen haben, mit dem schwierigen Thema 'Zukunft einer Stadt im demographischen Wandel' spielerisch-theatral umzugehen“, so Festspielintendant Christian Doll über die „Lange Tafel“. „Neben heißen politischen Streitgesprächen halte ich in einem solchen Prozess besonders notwendig, ein konstruktives Miteinander und ein Gemeinschaftsgefühl für wichtig, aus dem heraus die Lust und Freiheit entsteht, gemeinsam und kreativ mit akuten gesellschaftlichen Problemen umzugehen. Die 'Lange Tafel' war ein voller Erfolg und wir möchten sie im kommenden Jahr neben anderen Aktionen und Produktionen zu ähnlichen Themen auf jeden Fall wiederholen.“

Besonderer Dank gilt der Bäckerei Brackel, die kostenlos Brotteig zur Verfügung stellte und Thorsten Schlimme von der Schinkenscheune Billerbeck, der seinen Holzbackofen zur Verfügung stellte. So konnten vor Ort zahlreiche freiwillige Helfer, unter anderem Konfirmanden der Stiftskirchengemeinde, reichlich frische Brötchen für alle Besucher der "Langen Tafel" backen