Mit ‘Evita’ voll ins Schwarze getroffen

Noch erfolgreicher als bei „Maria, ihm schmeckt's nicht!“ im Vorjahr läuft in diesem Jahr der Vorverkauf für das Musical „Evita“. (Foto: Hillebrecht)

Zwei Zusatzvorstellungen des Publikumsrenners der Gandersheimer Domfestspiele

Bereits drei Monate vor Beginn der Gandersheimer Domfestspiele nimmt die Festspielleitung zwei Zusatzvorstellungen ihres Vorverkaufs-Publikumsrenners neu ins Programm.

Der Vorverkauf für die 56. Spielzeit der Gandersheimer Domfestspiele im Sommer 2014 läuft bislang richtig gut. Insbesondere das Musical „Evita” hat sich zum absoluten Renner entwickelt. Darauf haben Festspielintendant Christian Doll und der Kaufmännische Geschäftsführer Stefan Mittwoch nun reagiert und sich bereits jetzt entschieden, zwei weitere „Evita“-Vorstellungen ins Programm aufzunehmen.
„Ich freue mich sehr, dass 'Evita' so gut beim Gandersheimer Publikum ankommt. Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt schon deutlich mehr Karten für diese Inszenierung verkauft als im Vorjahr für unseren Publikumsliebling 'Maria, ihm schmeckt's nicht!’“, sagt Stefan Mittwoch.
In der Tat können die Festspiele mit dem Vorverkaufsstand der Produktion hochzufrieden sein. Bereits Mitte Februar 2014 waren 50 Prozent der Karten für die bis dato sechzehn geplanten Vorstellungen verkauft. Diese Marke erreichte man in der Spielzeit 2013 bei „Maria, ihm schmeckt's nicht!“ erst knapp vier Wochen später.
Auch im Vergleich zu den Vorjahren schneidet Evita gut ab: Einen ähnlich guten Vorverkauf gab es zuletzt 2009 für die Musical-Revue „Und es war Sommer“, im Übrigen auch eine Inszenierung des heutigen Intendanten Christian Doll.

Ein vielversprechendes Produktionsteam

„Es ist keine einfache Sache, einen anspruchsvollen und spannenden Spielplan zu erstellen und vorauszusehen, was ankommt. Aber gerade mit 'Evita' haben wir wohl voll ins Schwarze getroffen: Ich höre jetzt schon immer wieder davon, wie sehr sich unsere Besucher auf die Inszenierung im Sommer freuen“, äußert sich Intendant Christian Doll zufrieden. „Ich bin mir sicher, auch unsere erstklassige Besetzung hat etwas damit zu tun, dass die Karten bereits im Vorverkauf so gerne erworben werden.“
Mit Regisseur Craig Simmons, Hauptdarstellerin Franziska Schuster und Bühnenbildnerin Kati Kolb hat Doll ein Trio verpflichtet, das schon im Vorjahr in der Gandersheimer Inszenierung von „Cabaret“ hervorragend zusammengearbeitet hat. Zudem gelang dem Intendanten mit der Verpflichtung von Musicalstar Hardy Rudolz ein echter Coup: Rudolz, der jahrelang die Hauptrollen in den deutschen Uraufführungen von „Das Phantom der Oper“ und „Cats“ in Hamburg spielte, wird in der Gandersheimer „Evita“ die Rolle des Juan Perón und die Choreografie übernehmen.
Mit den beiden Zusatz-Vorstellungen, einer Nachmittagsvorstellung am Sonnabend, 2. August, 15 Uhr, und einer Abendvorstellung am Dienstag, 19. August, 20 Uhr, haben die Festspiele nun ihre Kapazität für das Musical um knapp 2.000 Plätze erweitert. Der gute Vorverkauf mit bereits deutlich über 20.000 verkauften Karten für die Vorstellungen auf der Freilichtbühne vor der Stiftskirche ist jedoch nicht allein auf „Evita“ zurückzuführen. Auch das Schauspiel erlebt mit Carlo Goldonis Komödie „Sommerfrische“ ein kleines Revival: Mit knapp 3.500 verkauften Karten ist ebenfalls eine klare Steigerung zu den Vorjahren zu erkennen. „Damit kommen wir sogar an die 'Romeo und Julia'-Inszenierung von 2009 heran“, freut sich Geschäftsführer Stefan Mittwoch.
„Natürlich ist damit die Arbeit noch längst nicht getan“, betont Christian Doll. „Im Gegenteil, es ist nur ein weiterer Ansporn für uns, hart zu arbeiten und in einem Vierteljahr fünf tolle Produktionen auf die Festspielbühne zu stellen und unser Publikum zu begeistern.“ Doll selbst führt neben seiner Intendanz auch Regie bei der Musical-Uraufführung „Gefährliche Liebschaften“, die er derzeit gemeinsam mit dem Musikalischen Leiter der Festspiele, Heiko Lippmann, und dem Kölner Drehbuchautor Andreas Gäßler entwickelt.
Die Gandersheimer Domfestspiele finden vom 28. Juni bis 24. August statt. Karten gibt es auch beim Seesener „Beobachter“ in der Geschäftsstelle.