Roswitha-Preis für Nora Bossong

Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz hat bekannt gegeben, dass der mit 5.500 Euro dotierte „Roswitha-Preis“, Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim, in diesem Jahr an die in Berlin lebende Schriftstellerin Nora Bossong vergeben wird.

Nora Bossong wurde im Jahre 1982 in Bremen geboren. Sie studierte Literatur am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig sowie Kulturwissenschaft, Philosophie und Komparatistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Universität La Sapienza in Rom. Nora Bossong verfasst Lyrik und Prosa, die in Einzeltiteln, Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurden. 2006 debütierte sie mit dem Roman „Gegend“. Ihr 2015 vorgelegter Roman „36,9°“ behandelt den italienischen Politiker Antonio Gramsci. Der älteste alljährlich verliehene deutsche Literaturpreis für Schriftstellerinnen wird am Sonntag, 29. Januar 2017, in Bad Gandersheim an die Autorin vergeben. Die Entscheidung für Nora Bossong wurde von einer unabhängigen Jury einstimmig getroffen. In der Begründung heißt es: „Vergangenheit und Gegenwart fließen in den Romanen von Nora Bossong fast spielerisch ineinander, und auch in ihren Gedichten verbindet sie Kunstsinn, Beobachtungsgabe und balladenhaften Erzählstil zu einer Melange aus Tradition und Neuaufbruch.“