Schadensfeuer bei Firma Weineck Cobra & Motorenbau UG in Ackenhausen

(Foto: bo)
 
(Foto: bo)

Feuerwehren haben Brand schnell unter Kontrolle – Millionenschaden verhindert

Durch den professionellen Einsatz der Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim konnte ein Schadensfeuer bei der Firma „Weineck Cobra & Motorenbau UG" Am Till 2 in Bad Gandersheims Ortsteil Ackenhausen schnell unter Kontrolle gebracht werden. In dem von außen doch unscheinbaren Gebäudekomplex einer ehemaligen Antennenfabrik waren Fahrzeuge, Maschinen und Technik nach Aussage des Betriebsinhabers im Wert von über drei Millionen Euro untergebracht.
Der Feuerwehreinsatzleitstelle des Landkreises Northeim wurde am Donnerstag, 21. August, gegen 15.28 Uhr der Brand eines Hallentores gemeldet. Nach dieser Schadenslage wurden die Ortsfeuerwehr Ackenhausen und die Stützpunktfeuerwehr Altgandersheim mit dem Alarmstichwort „Brand 2" alarmiert. Bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte unter Leitung von Stadtbrandmeister Axel Röstel versuchten die anwesenden Mitarbeiter das Feuer mit Pulverlöschern und einem Gartenschlauch in Schach zu halten. Nach einer ersten Erkundung waren alle Mitarbeiter außerhalb des Gebäudes und es quoll dichter Rauch aus einer Zwischenwand und dem Flachdach.
Die Alarmstufe wurde auf „Brand 3" erhöht und die Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim und der Löschzug 2 mit den Ortsfeuerwehren Clus, Gremsheim und Wolperode nachalarmiert. Die Ortsfeuerwehr Ackenhausen baute für einen ersten Löschangriff mit zwei C-Strahlrohren eine Wasserförderstrecke von 150 Metern von einem Unterflurhydranten auf. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges TLF 8/18 der Stützpunktfeuerwehr Altgandersheim nahm eine Brandbekämpfung unter Atemschutz im Inneren des Gebäudes vor. Aufgrund der nicht auszuschließenden Brandausbreitung in der Zwischenwand wurden zahlreiche in der Werkstatt abgestellte Fahrzeuge herausgefahren bzw. von den Einsatzkräften herausgeschoben.
Die Einsatzstelle wurde in drei Einsatzabschnitte unterteilt. Den Einsatzabschnitt „Innenangriff“ übernahm Altgandersheims Ortsbrandmeister Peter Schnute. Mit der Wärmebildkamera wurden die einzelnen Abschnitte nach Brandnestern abgesucht und Wände geöffnet, um die Brandnester abzulöschen. Die Zwischendecke war für die Einsatzkräfte nicht mehr begehbar. Der zweite Einsatzabschnitt mit dem Drehleitereinsatz wurde von Bad Gandersheims Ortsbrandmeister Wilfried Nobel geleitet. Von der Drehleiter aus wurde das Flachdach geöffnet und darunter liegende Glutnester abgelöscht. Den dritten Einsatzabschnitt bildeten die Wasserförderstrecken über 250 Metern aus dem Bach Meine zur Einsatzstelle. Hier hatten die Stützpunktfeuerwehr Altgandersheim und die Ortsfeuerwehr Wolperode ihre Tragkraftspritzen in Stellung gebracht. Mit mehreren C-Strahlrohren und dem Wenderohr wurde im Außenangriff das Feuer in einer Zwischenwand hinter einem ehemaligen Tor bekämpft.
Erst als dann die Möglichkeit bestand, die Bretter des Tores und das große Firmenschild zu entfernen, konnten die Einsatzkräfte an den Brandherd gelangen. Mit einem C-Strahlrohr war der Brand dann schnell gelöscht. Die Besatzung des Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuerwehr Wolperode sperrte für die Dauer des Einsatzes die dortige Zufahrt von der Landesstraße in Richtung Ackenhausen, da immer mehr Schaulustige zur Einsatzstelle wollten.
Gegen 16:45 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden und einige Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Die Ortsfeuerwehr Ackenhausen und die Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim mit Tanklöschfahrzeug und Drehleiter verblieb noch für Nachlöscharbeiten an der Einsatzstelle. Die Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des Schadens hat die Polizei Bad Gandersheim aufgenommen.
Im Einsatz waren über 65 Kameradinnen und Kameraden aus sechs Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim. In einer Abschlussbesprechung bedankte sich der Betriebsleiter für den schnellen Einsatz der Feuerwehr.