Shisha-Bars: Polizei und Zoll greifen hart durch

Betrieb geschlossen - Zehn Kilo unversteuerter Tabak

In einer Gemeinschaftsaktion überprüften am vergangenen Freitag Polizei und Zoll sogenannte Shisha-Bars im Kreis Northeim. Eine der geprüften Bars war nicht offiziell gemeldet, wurde also illegal betrieben. Die Zöllner fanden dort rund zehn Kilo unversteuerten und nachträglich angefeuchteten Wasserpfeifentabak. Substanzen, die zur nachträglichen Anfeuchtung benötigt werden, wurden ebenfalls entdeckt. „Nachträglich angefeuchteter Wasserpfeifentabak gefährdet die Gesundheit der Raucher in besonderem Maße“, so Frank Mauritz, Sprecher des Hauptzollamtes Braunschweig. Der Tabak wurde sichergestellt, gegen den Verkäufer ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Der Schwerpunkt des Einschreitens der Polizei Northeim lag in der Überprüfung, ob die Bar-Betreiber die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes einhielten. In den Räumen der gewerblich nicht angemeldeten Shisha-Bar hielten sich tatsächlich ein 13-jähriges Kind und sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren auf, die den dort angebotenen Tabak konsumierten. Die Personen wurden von der Polizei in Obhut genommen, an-schließend an die Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen für den Betrieb Verantwortlichen wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz eingeleitet. Das Ordnungsamt der Stadt Northeim hat wegen baulicher und hygienischer Mängel die sofortige Schließung dieser Shisha-Bar angeordnet