Vernissage „Autodidaktikum“ von Wolfgang Römermann gut besucht

Der Kunstkreis Kloster Brunshausen zeigt die Werke bis zum 31. August 2014

Trotz Urlaubs- und Ferienzeit waren viele Kunstinteressierte zur Ausstellungseröffnung von Wolfgang Römermann aus Katlenburg gekommen. Vorwiegend waren es die Bewunderer aus seiner eigenen Malschule und aus seinen Mal- und Zeichenkursen in der Region um Northeim, Einbeck und Bad Gandersheim.

Der Vorsitzende, Dr. Joachim Hesse, begrüßte im Namen des Kunstkreises die zahlreichen Besucher zur 6. Ausstellung in diesem Jahr und freute sich, ihnen die Werke von Wolfgang und Maria Römermann zeigen zu dürfen.
Seit vielen Jahren ist Wolfgang Römermann Mitglied des Kunstkreises. Er präsentiert seine Werke seit dem 26. Juli in den Räumen des Kunstkreises Kloster Brunshausen. Es ist seine erste größere Ausstellung unter dem Titel „Autodidaktikum“. Ebenso hängen auch einige Werke von seiner Frau Maria Römermann im dritten Raum der Kunstgalerie.

Wolfgang Römermann wurde 1964 geboren. Schon während seiner Schulzeit zeigte er großes Interesse am Zeichnen und Malen. Deshalb bekam er auch einen Ölmalkasten geschenkt, welcher dann aber – so wie er berichtete – nicht gepflegt wurde und in Vergessenheit geriet.
Nach Hesses Ausführungen aber blieb die Liebe zur Malerei, so dass er von 1990 bis 1995 ein Selbststudium mit praktischer und theoretischer Fortbildung durchführte, um seine künstlerischen Anlagen zu nutzen und sie zu vervollkommnen. So erlernte und erarbeitete er sich Techniken „Alter Meister“. Römermann berichtete: „Man sagt, bevor Rembrandt van Rijn Rembrandt-Bilder malte, studierte und reproduzierte er Bilder des Malers Tizian, um so das Malerhandwerk zu erlernen. Dies war zu dieser Zeit möglich.“ So fasste er den gleichen Grundsatz, als er vor 30 Jahren mit dem Malen begann. Warum nicht von den alten Meistern lernen? Folglich reproduzierte er Gemälde aus Epochen der Kunstgeschichte, um seinen Malstil zu verbessern.
Wolfgang Römermann möchte sich nicht als Künstler verstanden wissen, sondern als Maler, dessen ganzes „Herzblut“ der Malerei gewidmet ist. In den vielen Jahren der Beschäftigung mit der Malerei ist sie ihm zum täglichen Lebensinhalt geworden, wobei er von seiner Frau Maria tatkräftig – auch mit der Schaffung eigener Werke – unterstützt wird. Römermann arbeitet in seinen Ölgemälden mit einer aufwendigen Technik des mehrschichtigen Farbauftrags nach altmeisterlicher Malweise, welches nach Hesse zu seinem „Markenzeichen“ geworden ist. Mehrere Farbschichten werden dabei hauchdünn als Lazur deckend oder halbdeckend übereinander gemalt. Römermanns gesamte Arbeiten stehen unter der Intention nach dem Satz von André Maurois : „Die Kunst ist das Bemühen, neben der wirklichen Welt eine menschliche zu schaffen.“
Römermann erteilt seit 1996 Malkurse in der Kreisvolkshochschule und gründete 2003 eine eigene Malschule in Katlenburg-Lindau, welche er gemeinsam mit seiner Frau Maria, die vor 20 Jahren mit dem Malen begann, betreibt.

In der Ausstellung zeigt Römermann einen Querschnitt seiner Arbeiten mit südländischen Landschaften, Portraits, Stillleben und lebhaften Genre-Bildern, während Maria Römermann Landschaften und Stillleben in eigener Malweise präsentiert.
Der Kunstkreis Kloster Brunshausen freut sich auf regen Besuch in den Räumen seiner Galerie. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 31. August 2014 freitags, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.