Wolperöder Feuerteufel muss hinter Gitter

Amtsgericht: 25-jähriger Brandstifter verurteilt

Bad Gandersheim (bo). Im Jahre 2009 und 2010 hielten unerklärliche Brände die Feuerwehren der Heberbörde, vor allem die des Ortsteiles Wolperode, in Atem. Mehrfach brannte plötzlich Stroh auf Äckern rund ums Dorf, dann eine Gartenhütte im Außenbereich ab, zuletzt im vergangenen Jahr bei Ackenhausen eine große Strohlagerscheune im Außenbereich. Dieser Brand führte dann zum Täter, wobei bei allen Bränden recht früh der Verdacht mitschwang, dass es sich um Brandstiftungen handele. Nach dem Brand bei Ackenhausen wurde ein 25-jähriger Wolperöder ermittelt, der dann gegenüber der Polizei auch recht bald die Brandstiftungen zugab. Sechs Fälle – alle mit entsprechend hohen Sach-, aber glücklicherweise ohne Personenschäden – wurden ihm zugeordnet und kürzlich im Gandersheimer Amtsgericht gegen den Mann verhandelt. Dort war er ebenso geständig wie gegenüber der Polizei in den Vernehmungen. Der Mann gestand ein, die Brände vorsätzlich gelegt zu haben. Über die dahinter stehenden Motive konnte das Amtsgericht am Donnerstag keine nähere Auskunft geben. Da vorsätzliche Brandstiftung ein Verbrechenstatbestand ist, blieb Richterin Löning schon wegen des Wiederholungscharakters auch kein Ermessensspielraum für eine mildere Strafe zur Bewährung. Der Wolperöder wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Zur Bewährung können nur Strafen bis zu zwei Jahren ausgesetzt werden. In Haft gegangen ist der bis zur Verhandlung auf freiem Fuß befindliche Wolperöder – der im Übrigen auch Mitglied der örtlichen Feuerwehr war – nach dem Urteil dennoch nicht gleich, denn sein Anwalt legte gegen den Urteilsspruch Berufung ein. Damit wird demnächst vor dem Landgericht in Braunschweig weiterverhandelt.