"Gewalt hat im Fußball nichts zu suchen!"

Zusammenkunft der Vorstände von SVG Grün-Weiß Bad Gandersheim und SV Harriehausen nach Vorfall in Dankelsheim

Bad Gandersheim/ Harriehausen (bo). Eine Zusammenkunft der beiden Vorstände der Spielvereinigung Grün-Weiß Bad Gandersheim und des SVSchwarz-Weiß Harriehausen fand jetzt im Harriehäuser Sportheim statt. Anlass der Zusammenkunft war die Auseinandersetzung bei denFußball-Stadtmeisterschaften inDankelsheim, bei dem ein Harriehäuser Spieler von einemGandersheimer Akteur nach Spielschluss in der Umkleidekabine am Dankelsheimer Sporplatz ins Gesicht geschlagen wurde und Verletzungen davontrug (der „Beobachter“ berichtete).
Beide Vereinsvorstände waren sich einig, dass Gewalt imSport nichts zu suchen habe. Dementsprechend entschuldigten sich SVG-Vorsitzende Barbara Hoppmann und der 2.Vorsitzende Friedhelm Trakies gleich eingangs der Sitzung imNamen des Vorstandes für denVorfall. Es war der ausdrückliche Wunsch der Gandersheimer SVG-Vereinsführung, schnell das klärende Gespräch mit den Schwarz-Weißen zu suchen.
Bereits bei der Siegerehrung der Fußball-Stadtmeisterschaften 2011 hatte SVG-Vorsitzende Barbara Hoppmann das grob unsportliche Verhalten missbilligt und sich entschuldigt. Hoppmann sagte unter Beifall der Anwesenden, dergleichen gehöre nicht zum Sport. Sie bat zugleich darum, die Tat eines Einzelnen nicht einem ganzen Verein anzulas­ten.
Gemeinsam wurden in Harriehausen nun die Geschehnisse aufgearbeitet, und es wurde erörtert, wie mit der Tat nun von Vereinsseite umzugehen sei und welche Konsequenzen daraus folgen können. Diese will die SVG-Führung nun intern der Mannschaft beziehungsweise dem beteiligten Spieler im Gespräch darlegen.
Weil die beiden Teams, die SVG Grün-Weiß Bad Gan­dersheim II und der SVHarriehausen II auch in der neuen Punktspielrunde in der 2.Kreisklasse aufeinandertreffen, wurde vereinbart, vor dem Liga-Punktspiel Anfang Oktober ein abschließendes Gespräch mit den beiden Teams zu suchen. Zuletzt hatte es mitunter hitzige Auseinandersetzungen in den Derbys zwischen den Mannschaften gegeben.
Da beide Vereine zudem im Jugendbereich sowie imDamen- undSeniorenfußball eine Spielgemeinschaft eingegangen sind, wolle man sich durch einzelne sinnfreie Aktionen die gute Zusammenarbeit nicht kaputt machen lassen. Das wurde in dem von beiden Seiten als sehr positiv betrachtetem Gespräch ebenso noch einmal deutlich gemacht.
Letztlich dürften die Vorkommnisse damit weitestgehend als erledigt betrachtet werden, und die Vereinsvorstände können sich nach unruhigenTagen und vielenTelefonaten wieder den Hauptaufgaben ihrer Arbeit widmen.