200 Nordic-Walker genießen die Natur

Trotz wechselhaften Wetters traten am Sonntag noch 27 Teilnehmer mit vier Trainern des Nordic-Walking-Teams der Niedersächsischen Landesforsten zum Halbmarathon beim „Blütenlauf“ an. Im ersten Drittel der Tour begegnete man dem Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“ im Innerstetal mit vielen Relikten aus der Bergbauvergangenheit. Unsere Aufnahme zeigt die Nordic Walker beim Passieren der Dammkrone am „Stillen See“ unterhalb des Taternplatzes. (Foto: Kluge / Marx)
 
Den Teilnehmern des 7. Blütenlaufes boten sich... (Foto: Kluge / Marx)

7. Blütenlauf kann an Erfolge der Vorjahre problemlos anknüpfen

Von Camillo Kluge,
Bad Grund

Die wunderbare Landschaft und die gute Organisation des Nordic Walking Teams der Niedersächsischen Landesforsten war für viele der über 220 Sportler und Sportlerinnen ausschlaggebend, beim 7. Nordic Walking Blütenlauf anzutreten. An drei Tagen standen sieben offizielle und eine Spezialtour auf dem Programm der Veranstaltung. „Alles richtig gemacht“, feixte Wolfram Marx vom Mitveranstalter Seesener Beobachter. Denn für den Sonntag war diesmal nur ein Lauf angesetzt statt sonst zwei. Somit kamen bis auf die Starter beim Halbmarathon alle Nordic Walker trockenen Fußes und manchmal sogar mit etwas Sonnenschein ins Ziel.
Richtig nass wurde aber die Gruppe, die sich auf die 21 Kilometer lange Strecke gemacht hatte. Die Johanniter, die als medizinische Notfall-Truppe die Veranstaltung begleitete, bauten zwar ganz spontan ihr Zelt für die Sportler an der ers­ten Raststelle auf dem Taternplatz auf, dennoch stiegen drei Teilnehmerinnen hier aus. Der Rest biss sich durch, kürzte dann aber nach der zweiten Rast, als der Regen noch heftiger wurde und die meisten neuen Sehenswürdigkeiten passiert waren, die Strecke etwas ab. „Auch einige, die für den 100 Kilometer Oxfam-Lauf trainierten, waren da mit von der Partie“, hatte Marx gesehen.
Wesentlich mehr Glück hatten die Starter am Freitag und am Samstag. Zwar versteckte sich der Großteil der noch blühenden Pflanzen einige Meter abseits der Wege, doch boten die Strecke auch sonst wunderbare Aussichtspunkte. Sei es der herrliche Blick über die Iberg-Siedlung am Kanadaweg im WeltWald oder die ganz neue Strecke über den Indianer-Erlebnispfad mit seinen verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Anne Dörnte aus Badenhausen ist regelmäßig bei den Nordic Walking Veranstaltungen im WeltWald am Start. Sie lobte wie alle anderen Teilnehmer auch die „sehr gute Organisation und die immer sehr schönen Strecken.“ Zudem meinte sie, „es wird immer alles sehr gut erklärt und immer wieder neue Aussichten geboten.“ Ute Brunzel aus Herzberg behauptete, „wenn ich dabei bin regnet es immer.“ Das war jetzt ihr fünfter Start bei einem Nordic Walking Event im WeltWald und, da sie nicht am Sonntag antrat, wurde ihre Regenserie diesmal gebrochen. „Ich liebe den WeltWald“, sagte Heidi Ludwig. Sie gehört zu einer Gruppe von sieben Damen des MTV Bornhausen, die regelmäßig zum Nordic Walking zusammenkommen. „Ich bin jetzt schon das fünfte oder sogar das sechste Mal hier am Start“, sagt sie, weil „ich mich gerne bewege.“ Ihre Teamkollegin Heidi Steinmann läuft auch gerne, doch feiert sie Blütenlauf-Premiere. „Ich hatte immer andere Termine, aber dieses Jahr hatte ich mir das fest vorgenommen“, sagt Steinmann.
Neben der kompetenten Führung sind es auch die vielen Informationen am Rande, die von den verschiedenen Tourführern wie Olaf Kistner oder Matthias Lenz gegeben werden. Dazu gibt es auf den Strecken immer wieder Neues zu entdecken und einen Zeit- oder Leistungsdruck kennt hier auch niemand. Der Spaß an der Bewegung in der Natur steht im Vordergrund. Und die beiden leichten Verletzungen, eine kleine Knöchelstauchung und ein Sturz, versorgten die Johanniter so schnell und gut, dass die beiden Teilnehmer ihre Touren zu Ende laufen konnten. Im Oktober findet das nächste Event dieser Art statt, wenn die Landesforsten zum Indian Summer Nordic Walking bitten. Heidi Steinmann spricht da wohl für viele, als sie sagt: „Ich freue mich drauf.“