8000 Euro sollen für Marketing aufgebracht werden

Rat entscheidet über die zukünftige Vermarktung der Bergstadt

Bad Grund (ck). Nach dem Aus der Harzer Sonnenseite muss Bad Grund nun schleunigst eine Art Nachfolge oder Ersatz auf die Beine stellen. Der Rat hatte nun über einen Kooperations-Vorschlag zu entscheiden, der das touristische Marketing beinhaltet.
Gesundheitszentrum, Kur- und Touristikverein (KTV) sowie die Stadt Bad Grund sollen jeweils bis maximal 8.000 Euro pro Jahr für touristisches Marketing zur Verfügung stellen. Die Höhe der Summe, die auch weniger als 8.000 Euro betragen kann, richtet sich nach dem Anteil, den der KTV einbringt. „Das Geld“, so der 1. Vorsitzende des KTV Uwe Sommermeyer, „bringen wir mittels der Anzeigeneinnahmen im Gastgeber-Verzeichnis auf.“ Vereinfacht bedeutet das, je mehr Annoncen, desto mehr Geld für das Marketing.
Das Gesundheitszentrum bringt sich nicht nur mit seinem finanziellen Anteil ein, sondern auch mit Sach- und Personalkosten. Karl-Hermann Rotte, der auch für das Gesundheitszentrum in Sachen Marketing im Einsatz ist, ist der designierte, allerdings noch zu wählende, Kooperationsmanager. Doch wird der Kooperationsmanager nicht alleine entscheiden. Jeweils ein Vertreter von Gesundheitszentrum, KTV und Tourist-Information können nur mit dem Manager einstimmig Beschlüsse fassen.
Der Rat stimmte dem Vorschlag einheitlich zu. Richard Laux (SPD) meinte: „Wir müssen den Aufwärtstrend in der Bergstadt weiter fördern“, und erachtete dies als geeignete Maßnahme. Auch CDU und Freie Wähler nickten die Vorlage ab. Allerdings versuchte Rolf Biersack („Wir haben die Vorlage erst seit wenigen Tagen vorliegen“), sich jeden Punkt bis ins letzte Detail erläutern zu lassen. Details, die zum Teil so nicht zu beantworten waren. Stadtdirektor Harald Dietzmann wahrte die Contenance, verwies regelmäßig darauf, dass „wir nur die finanzielle Sicherheit geben. Was die Gruppe letztlich unternimmt, liegt an den Vertragspartnern.“ SPD-Ratsherr Matthias Lenz verband die Verabschiedung der Vorlage mit einer Hoffnung: „Es wäre toll, wenn jetzt auch möglichst viele Vermieter mitziehen.“
Bürgermeister Manfred von Daak (SPD) hatte nicht viel zu berichten. Ungereimtheiten im Bereich der Großbaustelle seien geklärt, die Mängel wird das Bauunternehmen auf eigene Kosten beheben, allerdings wohl nicht mehr in diesem Jahr. Zudem wies er darauf hin, dass die mögliche Umwandlung zur Einheitsgemeinde nun in die „heiße Phase geht“. Im September gebe es die nächsten Vertragsbesprechungen. Dietzmann ergänzte, „Anfang Oktober wird in Hannover entschieden, ob uns das Angebot der Entschuldung gemacht wird.“ Sollte ein solches Angebot kommen, „entscheiden die einzelnen Räte“, so Dietzmann weiter.
Schließlich hatte Dietzmann noch die gute Nachricht, dass der Landkreis sich an dem „geologischen Wanderpfad“ oder auch „Zeitstrahl“ mit einem Zuschuss in Höhe von etwa 38.000 Euro beteiligen will. Auch das Amt für Landesentwicklung in Göttingen bearbeite derzeit den Förderantrag, so dass auch von da etwa 30.000 Euro zu erwarten seien. Blieben etwa 8.000 Euro, die Bad Grund noch in das Projekt zu investieren habe.