Altlasten sollen beseitigt werden

Feinberge aus Blei, Zink und seltenen Erden sollen aus den Bergeteichen am Achenbachschacht gefördert werden. (Foto: Niemann)

Mehrere Unternehmen wollen Wiederaufbereitung der Feinberge aus den Bergeteichen übernehmen

In Bad Grund sind aus der Erzaufbereitung des von 1831 bis 1992 zuletzt von der Preussag betriebenen Erzbergwerks Grund mehrere Millionen Flotationsberge von Blei, Zink und weiteren seltenen Metallen in zwei Bergeteichen gelagert worden.

Diese sogenannten Feinberge sollen nun gefördert und aufbereitet werden, wie aus einem Exposé über das Projekt hervorgeht. Dafür sollen 80 Millionen US-Dollar investiert werden. Diese Bergeteiche sind in unmittelbarer Nähe des nunmehr gewerblich genutzten ehemaligen Bergbauareals um den Achenbachschacht gelegen.
Für dieses Vorhaben haben sich die Förderzentrum Bad Grund GmbH und die Hilfe Gottes GmbH mit einem kanadischen Investor zusammengetan, der die Wiederaufbereitung finanzieren würde. Das Projekt soll sich etwa über einen Zeitraum von zehn Jahren erstrecken und beabsichtigt die Wiederaufbereitung in Übereinstimmung mit den Liegenschaftseigentümern sowie der Gemeinde Bad Grund. Außer der Gewinnung wertvoller Metalle wird insbesondere die Verringerung der Altlastenproblematik, also die Verbesserung der ökologischen Situation und die zukünftige Wiedernutzbarmachung der von den Bergeteichen beanspruchten Flächen angestrebt, um diese zu rekultivieren und renaturieren. Momentan fehlt noch der Sonderbetriebsplan, der von der Bergbau GmbH als Folgegesellschaft der Preussag vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie genehmigt werden muss. Sollte eine Genehmigung erfolgen, müssten nochmal Proben aus den Bergeteichen gezogen werden, die von der Technischen Universität Clausthal und dem Forschungsinstitut Cutec ausgewertet werden. Danach erfolgt eine Analyse der Wirtschaftlichkeit. Der Geschäftsführer der Sander-Gruppe Dr. Oswald Sander bestätigte das geplante Vorhaben, konnte aber über einen möglichen Startzeitpunkt keine Auskunft geben, da das reine Spekulation wäre.
„Das ist ein höchst interessantes Projekt“, sagt Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund Harald Dietzmann. Und fügt an: „Denn es bietet Chancen für die Entwicklung der Gemeinde, besonders im Hinblick auf den wirtschaftlichen Bereich“. Die Dimension des Projektes könne man momentan jedoch nicht einschätzen, so der Verwaltungschef weiter.
Die Gemeinde Bad Grund informiert in einer öffentlichen Veranstaltung am 10. Mai im Atrium ab 20 Uhr über das Projekt.