*April, April* - Glückauf-Kampfbahn für Spielbetrieb gesperrt

Viktorias Vorsitzender Rüdiger Lösch (links) und sein Stellvertreter Paul Kern glaubten am Donnerstag ihren Augen nicht, als sie die Gummigranulathügel im Anstoßkreis sahen. Zunächst dachten sie an einen Spaß, den sich die Viktoria-Minis beim Training gemacht hatten. Beim Versuch, die Hügel glatt zu fegen, entdeckten sie die Löcher und fanden dabei auch „Losung“, die sowohl auf Wühlmäuse als auch auf Maulwürfe als Verursacher hindeutet. (Foto: Marx)

Hiobsbotschaft für SV Viktoria: Maulwürfe und Wühlmäuse richten erhebliche Schäden am Kunstrasen an

Das war ein Knall nach der Winterpause. Am vergangenen Sonntag beim Kreisligaspiel des SV Viktoria gegen Tabellenführer SV Rotenberg war alles noch in Ordnung, doch am Donnerstagabend, als der Viktoria-Vorstand den Kunstrasen für das Ü40-Nordharzligaspiel gegen die SG Bredelem/Jerstedt präparieren wollte, dann der Schock: Wühlmäuse und Maulwürfe hatten erhebliche Schäden am Spielfeld verursacht. Ausgerechnet im Anstoßkreis gruben sie sich unter dem Kunstrasen durch das Gummigranulat und beschädigten dabei auch einige Nähte der Kunststoffbahnen, die jetzt herausragen und eine Stolpergefahr bilden. Daher sollte auch das Ü40-Spiel am gestrigen Freitagabend abgesagt werden. Die SG Bredelem/Jerstedt sagte schon vorher ab, da sie die Mannschaft nicht voll bekommen hatte. Glücklicherweise hat Viktorias 1. Mannschaft am Sonntag ein Auswärtsspiel bei der SG Bergdörfer und auch Jugendspiele auf dem Kleinfeld können stattfinden, da sie quer über nur einen halben Platz laufen. Doch spätestens bis zum 9. April muss das Spielfeld wieder nach den Statuten des Deutschen Fußball-Bundes hergerichtet sein, um auch einer Verletzungsgefahr beim Spiel gegen Germania Breitenberg vorzubeugen.
Vorstand ruft heute
zur Mitarbeit auf
Für den heutigen Samstag, 1. April, 12 Uhr, hat der Vorstand des SV Viktoria Bad Grund seine Mitglieder, die Mitglieder des Fördervereins Glück-Auf-Kampfbahn und Freunde und Fans des Vereins aufgerufen, sich an den Arbeiten zu beteiligen. Arbeitsgeräte werden zur Verfügung gestellt. Dabei gilt es einerseits, die Schäden zu beseitigen (Nähte kleben und Granulat einfegen) und andererseits, neuen Schäden vorzubeugen. Giftköder dürfen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht verwendet werden, da hilft den Viktorianern die gute Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten. Zugesagt hat bereits Förster Dietmar Mann von der Revierförsterei Grund. Er hat sich inzwischen bei Ole Anders, Luchsbeauftragter im Nationalpark Harz, Lebendfallen besorgt, mit denen die Wühlmäuse und Maulwürfe in der Glück-Auf-Kampfbahn gefangen werden sollen. „Die große Bergwiese im WeltWald Harz wollten wir vor der Beweidung durch das Harzer Rote Höhenvieh ohnehin im Bodenbereich durchlüften. Daher können wir die gefangenen Wühler dort wieder aussetzen und sie nehmen uns die Arbeit ab“, so Dietmar Mann im Gespräch mit dem „Beobachter“.
Wer am Arbeitseinsatz selbst nicht teilnehmen kann, Fragen hat oder dem Verein anderweitig Hilfestellung geben möchte, der erreicht den Vorsitzenden Rüdiger Lösch unter Telefon 0160/98774485.