Auf geheimen Pfaden durch die Wälder Nordamerikas

Ein großes Teilnehmerfeld konnten die lizensierten Nordic-Walking Trainer auch in diesem Jahr in Bad Grund zum Indian-Summer-Lauf begrüßen. (Foto: Kluge)

Rund 250 Walker nahmen am „Indian Summer“-Event in der Bergstadt teil /Teilnehmer begeistert

Bad Grund (cfk). Eine kleine Genießer-Tour bildete den krönenden Abschluss des Nordic Walking Events „Indian Summer“ in Bad Grund. Insgesamt acht Touren unterschiedlicher Längen und Schwierigkeitsgrade, die alle im Teufelstal starteten und durch den WeltWald führten, lockten über 250 Walker in die Bergstadt.
Dabei hatten die Teilnehmer Glück mit dem Wetter. Es war zwar kühl, aber zumindest regnete es bei keiner der Touren. „Einige kurzfristige Absagen hat es allerdings gegeben“, gestand Revierförster Dietmar Mann, der die Veranstaltung für die Niedersächsischen Landesforsten mit betreute, „doch die wurden durch reichlich Nachmeldungen kompensiert.“
Pünktlich zum Start der ersten Tour am Freitag Nachmittag riss die Wolkendecke auf, die Sonne ließ sich hier und da blicken. Und so blieb es auch. „Beim Laufen wird einem ja warm“, so Mann, störten auch die einstelligen Temperaturen niemanden.
Belohnt wurden die Teilnehmer mit Touren durch die malerische Harzer Landschaft, die hier durch die wunderbare Artenvielfalt des WeltWaldes bereichert wird. Allerdings ist die Laubfärbung in diesem Herbst nicht so schön wie in den vergangenen beiden Jahren, was laut Mann mit dem trockenen Spätsommer zusammenhängt. Dafür konnte Mann den Walkern aber ein anderes ganz besonderes Bonbon bieten. Auf geheimen Pfaden, die erst im kommenden Frühjahr offiziell eingeweiht und zur Nutzung freigegeben werden sollen, durfte so manche Nordic Walking Gruppe mitten durch die Wälder Nordamerikas gehen. Schmal und nicht befahrbar, mit Kies und Rindenmulch abgedeckt, waren die Walker allein mit sich, ihren Tourbegleitern und den Baumriesen.
Die acht Tourbegleiter sorgten nicht nur dafür, dass sich die Gruppen, teilweise immerhin fast 50 Personen stark, auf den richtigen Pfaden bewegten und kein Mitläufer unterwegs verloren ging, sondern wussten auch an besonderen Punkten einiges zu erzählen. Sei es, dass sie die malerische Aussicht vom Kanadaweg auf die Ibergsiedlung erläuterten, sei es, dass sie den Steinbruch erklärten.
Die Teilnehmer jedenfalls waren allesamt sehr begeistert und die meisten werden im kommenden Jahr wieder folgen, wenn der Ruf des dann hoffentlich wieder farbenfroheren „Indian Summer“ zum Nordic Walking in den WeltWald lockt.