Aufschwung am Arbeitsmarkt macht Pause

Die Experten gehen von einem weiteren Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt aus.

Positive Entwicklung ist durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen nach Expertenaussagen nicht gefährdet

Einen leichten Einbruch erlitt der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt im Monat Juli. Im Landkreis Osterode fiel der Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit 1,6 Prozent (61 Personen) jedoch verhältnismäßig gering aus.

In den letzten Monaten verzeichnete die deutsche Wirtschaft hohe Zuwachsraten. Der schlimmste Teil der Wirtschaftskrise seit 80 Jahren scheint weitesgehend überstanden. Als deutliches Zeichen für die Verbesserung der Wirtschaftslage im Land führen die Experten den Rückgang der Arbeitslosenzahlen an.
Der aktuelle Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Göttingen, der auch die Zahlen für den Landkreis Osterode beinhaltet, weist zwar, wie in ganz Deutschland, für den Monat Juli einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote aus; doch dieser Anstieg fällt vor allem im Landkreis Osterode gering aus.
Die Arbeitslosenquote im Geschäftsstellenbezirk Osterode liegt aktuell bei 10,6 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 11,7 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang von 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Monat Juni 2010 stieg die Quote jedoch leicht um 1,6 Prozent an. Insgesamt sind gegenwärtig 3821 Personen ohne eine regelmäßige Arbeit. Der Anteil männlicher Arbeitsloser liegt bei 51 Prozent. Die Altersgruppe der 50 bis unter 65 Jährigen stellt mit 27,5 Prozent den größten Teil der Arbeitslosen unabhängig vom Geschlecht.
Im Gesamtbezirk Göttingen lag die Zahl der Arbeitslosen im Juli 5,3 Prozent über dem Ergebnis des Vormonats. Diese Entwicklung hat jedoch keine Auswirkungen auf den allgemein positiven Arbeitsmarkttrend. Wichtigstes Indiz in diesem Zusammenhang ist der Vergleich zum Vorjahr.
Nach Berichten von „Spiegel-Online“ bewerten auch Experten die aktuellen Daten als positiv. Sie hätten sogar mit einem etwas stärkeren Anstieg gerechnet. Peter Leonhardt von der Dekabank wird auf „Spiegel-Online“ mit der Aussage zitiert, dass der Arbeitsmarkt auch in den nächsten Monaten stabil bleibe, da die Auftragsbestände der Unternehmen noch vorhanden seien.
Einzig die hohe Zahl von Leiharbeitern trügt das Bild der Erholung. Viele Unternehmen setzen verstärkt auf das Instrument der Leiharbeit. Die Anstellung von Arbeitskräften für einen definierten Zeitraum ermöglicht es Unternehmern gezielt auf Entwicklungen in der Wirtschaft zu reagieren. Die Zahl von Menschen die in derart prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind werden jedoch nicht separat in den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit ausgewiesen.
Deshalb muss bei jeder Statistik über die Arbeitslosenzahlen beachtet werden, dass es sich um optimierte Daten handelt.