Ausreichende Beleuchtung zeugt für Sicherheit

SG-Bürgermeister Harald Dietzmann (Mitte) probierte den neuen Service sogleich mal zusammen mit Fred Langner (rechts) und Frank Uhlenhaut von der Harz Energie aus.
 

„Dunkle Laterne? Mausklick genügt“ – So lautet die Überschrift der neuen Internetseite der Samtgemeinde

Ein Pilotprojekt haben jetzt Samtgemeinde Bad Grund und die Harz Energie Netz GmbH vorgestellt und gestartet. Bürgerfreundlich und einfach gestaltet kann jetzt jedermann defekte Straßenbeleuchtungen im Bereich der Samtgemeinde mit einem simplen Formular im Internet melden. Das generiert dann eine E-Mail, die direkt an die zuständigen Stellen geleitet wird. Und als besonderer Clou: Der Meldende kann sogar erkennen, wann der gemeldete Defekt behoben wird oder ob dieser bereits von jemand anderem gemeldet wurde.
„Dunkle Laterne? Mausklick genügt“ – so lautet die Überschrift der neuen Internetseite im Online-Produkt der Samtgemeinde. Unter www.sgbadgrund.de kann in der linken Navigation der Menü-Punkt „Straßenbeleuchtung“ angeklickt werden. In einer kurzen Erklärung stellen dort Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann und Frank Uhlenhaut, Kommunalmanager der Harz Energie, das Projekt vor, direkt darunter sind bereits erste Defekt-Meldungen zu lesen.
„Die Idee kam uns im Gespräch bei mir im Büro“, sagt Dietzmann, „wir wollten der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, Mängel direkt zu melden.“ Wird nun eine solche Defekt-Meldung vorgenommen, wird ein kleiner Mailverteiler im Rathaus, der die zuständigen Mitarbeiter benachrichtigt, in Gang gesetzt und zudem eine Mail an die Harz Energie gesandt. Gleichzeitig wird die Meldung auch im Internet-Auftritt publiziert, freilich ohne Kontaktdaten, damit nicht immer wieder die gleichen Schäden gemeldet werden.
Allerdings werden die Beleuchtungsmängel nicht von heute auf morgen behoben, „das Ganze muss ja wirtschaftlich bleiben“, sagt Uhlenhaut. So hat die Harz Energie feste Intervalle angegeben, in denen aufgetretene Mängel beseitigt werden. „Allerdings müssen wenigstens sechs Leuchten defekt sein“, sagt Uhlenhaut, „ansonsten wird auf das nächste Intervall gewartet.“ Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Verkehrsknotenpunkte oder besondere Gefahrenstellen werden umgehend wieder mit Licht versehen, und sollten vor dem Ablauf des Intervalls schon zehn defekte Leuchten gemeldet sein, „dann fahren wir auch eher raus“, verspricht Uhlenhaut.
„Insgesamt gibt es 1527 Laternen im Gebiet der Samtgemeinde“, hat Fred Langner von der Abteilung Bauwesen der Samtgemeinde konkrete Zahlen parat. Die Einsätze für Reparaturen belaufen sich auf gut 100 im Jahr, nun sollen diese Einsätze gebündelt, in der dunklen Jahreszeit in vierwöchigen, in den Sommermonaten in etwas größeren Abständen, erfolgen. „Wobei nicht immer bei einem Einsatz auch eine Reparatur möglich ist“, erinnert Langner daran, dass vereinzelt auch einmal defekte Kabel für fehlende Beleuchtung verantwortlich sein können.
„Wir testen das jetzt mit der Samtgemeinde, und wenn es gut läuft, von den Bürgern gut angenommen wird, werden wir das auch anderen Gemeinden anbieten“, sagt Uhlenhaut. Harald Dietzmann hingegen kann sich im Erfolgsfall dieses Meldeverfahren auch für andere Verwaltungsbereiche vorstellen. „zum Beispiel im Bereich Grünflächen.“
Zur Projektvorstellung passte die Ankündigung Dietzmanns, dass für den Weg vom Rathaus Windhausen zum Bahnhof „der Auftrag erteilt ist, eine Beleuchtung zu installieren.“ Die rund 17.000 Euro Kosten werden dadurch gedeckt, dass die Gemeinde ein paar Grundstücke verkauft hat. Denn eine ausreichende Beleuchtung „zeugt für Lebensqualität und Sicherheit“, so Dietzmann. Und herrscht da ein Mangel, so kann das ja jetzt sofort online gemeldet werden.