Bad Grundner Kindergarten erhält eine Krabbelgruppe

89.500 Euro sind für das Krabbelgruppenprojekt im Grundner Kindergarten vorgesehen. (Foto: Bordfeld)

Bauausschuss der Samtgemeinde hat umfassende Beschlüsse gefasst

Der DRK Kindergarten Bad Grund wird mit Beginn des kommenden Kindergartenjahres 15 Betreuungsplätze für Mädchen und Jungen unter drei Jahren erhalten. Dies beschloss der Bauausschuss der Samtgemeinde in seiner jüngsten Sitzung.

Von Petra Bordfeld

Windhausen. Im ehemaligen Filmraum der Grundschule Gittelde soll nach dem Willen der Ausschussmitglieder eine Mensa entstehen, sobald die Genehmigung des Niedersächsischen Kultusministeriums für die Einrichtung der offenen Ganztagsschule und die damit verbundene Finanzzusage vorliegen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Schule letztendlich ihren Antrag aufrechterhält.
Im Einzelnen sieht das so aus, dass für das Krabbelgruppenprojekt für den DRK Kindergarten mit Gesamtkosten in Höhe von 89.500 Euro gerechnet wird. Diese Summe beinhaltet aber auch die Anschaffungskosten für die Ausstattung. Die Verwaltung erhält jetzt den Auftrag seitens des Ausschusses, Fördermittel nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijährigen zu beantragen.
Für die geplante Mensa in der Grundschule Gittelde stehen im Haushaltsplan 2011 bereits 18.000 Euro zur Verfügung, 5.000 Euro wurden zusätzlich für das Mobiliar veranschlagt, denn in dem ehemaligen Filmraum im Obergeschoss der Lehranstalt sollen insgesamt 60 Sitzplätze eingerichtet werden. Mit der Umgestaltung wird aber erst begonnen, wenn von beiden Seiten – Ministerium und Schule – ein okay zu vernehmen war.
Das Bauamt der Samtgemeinde legte einen riesigen Wunschzettel vor, auf dem der Einsatz von Haushaltsmitteln für die Gebäudeunterhaltung der samtgemeindeeigenen Liegenschaften im Haushaltsjahr 2011 aufgelistet waren. Schließlich müssten 155.500 Euro für die Instandhaltung der Feuerwehrgebäude, des Ratshauses in Windhausen, der Kindergärten und Schulen sowie diverser Schlichtbauten eingeplant werden. Ein besonderes Puzzleteil sei der E-Check. Dahinter verbirgt sich die Kontrolle aller elektrischen Teile, die nicht beweglich sind. Außerdem müsse daran gedacht werden, dass der Bauhof nicht alle Arbeiten machen dürfe. Auch über die Verwendung dieses Betrages gab es keine Einwände.
Gleiches galt dem Thema „Fotovoltaikanlagen“. Uwe Schiller vom Bauamt legte einige Rechenbeispiele vor, die er mit der Möglichkeit der Anbringung derartiger Anlagen auf den Dächern des Rathauses in Windhausen, der Turnhalle in Gittelde sowie dem Kultur- und Sportzentrum (KuSZ) Eisdorf erstellt hat. Bei der Diskussion über den Kosten- Nutzungsfaktor stellten die Ausschussmitglieder fest, dass im Endeffekt der Risikofaktor für die Samtgemeinde wesentlich größer ist, als der zu erwartende Gewinn. Weiterhin wurde die Verpachtung der Dachflächen von gemeindeeigenen Projekten diskutiert. Hier wurde festgestellt, dass die Pachteinnahmen pro Jahr zu gering sind, um ein eventuelles Risiko im Falle einer Insolvenz des Pächters abzudecken. Außerdem stellte sich die Frage, wer bei Defekten oder Ende der Laufzeit diesen Sondermüll wo entsorgen muss, und wer für die dann anfallenden Kosten aufkommt. Die Mitglieder waren sich einig, Abstand von Fotovoltaikanlagen auf Samtgemeindehausdächern zu nehmen und das damit rein rechnerisch gesparte Geld lieber für andere Projekte einzusetzen. Der Bauausschuss spricht somit die Empfehlung an den Rat aus, dieses Thema nicht weiter zu verfolgen.