Bad Grundner Wehr rückte zu 91 Einsätzen aus

Die geehrten, beförderten und ernannten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund zusammen mit dem Kommando und den Ehrengästen.

Ehrungen zahlreicher Mitglieder während der 119. Jahreshauptversammlung

Im Mittelpunkt der 119. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund, welche auch die erste Zusammenkunft dieser Art in der Gemeinde Bad Grund war, standen die Ehrungen von aktiven und fördernden Mitgliedern, die Ernennungen und Beförderungen von Kameraden/innen und insbesondere die Tatsache, dass die Wehr im zurückliegenden Jahr 91 Einsätze gefahren ist.

Die Ehrennadel und Urkunde des Landesfeuerwehrverbandes durften die beiden Ehrenmitglieder Wolfgang Wittenberg und Rolf Mühlhause für 60 und 50 Jahre währende Dazugehörigkeit entgegennehmen. Bevor sie 1995 beziehungsweise 2007 zu Ehrenortsbrandmeistern ernannt wurden, führte Wolfgang Wittenberg die Wehr von 1982 bis 1994 und Rolf Mühlhause von 1994 bis 2006 als Ortsbrandmeister.
Aber auch der Jahresbericht von Ortsbrandmeister Dirk Blanke, in dem es einmal um die Beschaffung eines Fahrzeuges ging, die durch die überaus großzügige finanzielle Unterstützung seitens des Förderverein möglich wurde, und das andere Mal um die seitens des Rechnungsprüfungsamtes des Landkreises Osterode überaus erschwerte Neubeschaffung eines Einsatzleitwagens.
Eingangs legte aber Ortsbrandmeister Dirk Blanke im „Atrium“ erst einmal seinen Bericht vor. Dabei dankte er gleich Bürgermeister Harald Dietzmann dafür, dass die Verwaltung Wort gehalten und mit der Zurverfügungstellung einer Garage am Hübichplatz für mehr Raum gesorgt habe. Ein nicht minder kleineres Dankeschön ging an die 281 Mitglieder des Fördervereins sowie anderen Sponsoren. Durch ihre überaus große finanzielle Unterstützung in Höhe von 25.000 Euro war es möglich geworden, dass ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) beschafft werden konnte, welches ganz besonders für die Jugendfeuerwehr benötigt wurde. Dass dabei auch noch ein Anhänger heraus kam, der von kleinen Fahrzeugen gezogen werden darf, sei ebenso erfreulich.
Weniger erfreulich sei dahingegen gewesen, dass der Entscheid des TÜV zu einer Trennung vom ELW geführt hatte. Zwar hatte die Verwaltung der Gemeinde Bad Grund Bereits Ende 2012 vor, ein entsprechendes Fahrzeug zu ordern, dieses sei jedoch nicht möglich gewesen, da das Rechnungsprüfungsamt dieser Ersatzbeschaffung lange nicht zugestimmt hatte. Ortsbrandmeister Blanke fand ungewöhnlich deutliche Worte über die Art der Ausschreibungsprüfung und wies darauf hin, dass dadurch wichtige Ausrüstungskomponenten der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund seit Monaten nicht mehr zur Verfügung stehen und somit die freiwillige Arbeit der Wehrmitglieder zusätzlich erschweren. Mittlerweile sei das Fahrzeug jedoch bestellt. Es könne sogar damit gerechnet werden, dass das neue Fahrzeug Ende Januar anrollt.
Dahingegen werde in den nächsten Jahren kein neues Drehleiterfahrzeug in Bad Grund stationiert werden. Das 34 Jahre alte Fahrzeug wurde jetzt für von der Verwaltung der Gemeinde Bad Grund zur Verfügung gestellten 51 000 Euro generalüberholt um noch ein paar Jahre seinen Dienst zu versehen. Das sei zurzeit und mit Blick auf die Finanzen die wirtschaftlichere Lösung gewesen.
Blanke ließ die Versammlung aber auch wissen, dass in der aktiven Wehr 43 Kameradinnen und Kameraden vertreten sind, in der aktiven Reserve seien zurzeit vier Mitglieder, dafür sei die Zahl in der Inaktiven auf 23 gestiegen. Die Jugendwehr wiederum zähle 24 Mitglieder.
Auf die Einsätze zu sprechen kommend, ließ der Ortsbrandmeister durchblicken, dass zu zwölf unterschiedlichen Brandeinsätzen ausgerückt werden musste. Die Gesamteinsatzzahl belaufe sich auf 91. Dabei sei der Hochwassereinsatz im Mai der schwierigste gewesen. Allerdings habe die gute Zusammenarbeit zwischen den Wehren der Gemeinde Bad Grund und der Samtgemeinde Oberharz sehr gut funktioniert. Osterode habe nicht mit eingreifen können, weil dort auch alles unter Wasser war. Überhaupt seien die Kameradinnen und Kameraden im zurückliegenden Jahr insgesamt 6 768 Stunden für ihre Wehr auf Achse gewesen.
2013 habe gezeigt, dass die Einsatzzahl der Wehren alles andere, als auf einem absteigenden Ast sei. Das größte Problem bei den Einsätzen sei allerdings, dass immer weniger Leute da seien. Denn zum einen hätten viele aktive Kameraden/innen einen Arbeitsplatz nicht mehr vor Ort, zum anderen wolle der Arbeitgeber verstärkt einen stets anwesenden Arbeiter und keinen Feuerwehrmann eingestellt haben. Im Prinzip müssten die Wehren bei Einsätzen über die Gemeinde- oder Kreisgrenzen hinaus dichter zusammenrücken, dass dies gut funktioniert, habe ja das Hochwasser im Mai bewiesen.
Michael Oppermann, stellvertretender Jugendwart, ließ in seinem Bericht nicht unerwähnt, dass die Bad Grundner Jugendwehr 2015 ihr 50jähriges Bestehen feiern wird. Auf 2013 zurückschauen machte er deutlich, dass die sechs Mädchen und 18 Jungen bestimmt nicht auf der faulen Haut gelegen hatten. Er und Jugendwart Patrik Ude sein sehr stolz auf die Jugendwehr.
Bürgermeister Harald Dietzmann eröffnete den Reigen der Grußwortüberbringer und sparte nicht mit Worten des Dankes und der Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz der Wehr.
Ortsbürgermeister Manfred von Daak dankte auch für den ehrenamtlichen Einsatz und rief gleich sowohl die erwachsenen Kameradinnen und kameraden, auch die Jugendwehr dazu auf, sich an dem für den29 März geplanten Frühjahrsputz zu beteiligen.
Frank Regelin legte offen dar, dass im Landkreis Osterode 1 588 Mitglieder von 38 Ortsfeuerwehren flächendeckend 365 Tage im Jahr für Schutz und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen und Betriebe sorgen.