Beim Blütenlauf ist das Wetter (fast) egal

Die Nordic-Walker vor dem Start der Volksbank-Eröffnungstour am Sonnabend in Bad Grund.

Auch im 9. Jahr hat die Nordic-Walking-Veranstaltung im WeltWald nichts von seinem Reiz verloren

Innerhalb des Nordic-Walking-Teams der Niedersächsischen Landesforsten hat es im 9. Jahr des „Blütenlaufs” eine kleine Umorganisation gegeben – das tat der Freude an dieser traditionellen Sportveranstaltung jedoch keinen Abbruch. Viele Stammwalker, auch aus Hannover, Wolfsburg, Wolfenbüttel und Göttingen, waren gekommen, obwohl der Freitag aus dem Veranstaltungswochenende gestrichen werden musste.

Die beiden Volksbank-Eröffnungstouren führten am Schurfberg über Buchlaubhumus-Pfade und den Verlobungsweg in den WeltWald, wo nach 4 Kilometern eine Vitaminpause mit frischem Obst und Müsliriegeln auf die Sportler wartete. Nach der Pause wurde es nass. Doch abkürzen war keine Option für die Allwetter-Sportler. Entschädigung für die nasse Qual gab es dann im Sportheim des SV Viktoria Bad Grund im Sportpark Teufelstal. Dort wartete das Cateringteam mit hausgebackenem Kuchen, warmen Laugenstangen mit Bärlauchbutter, Bratwurst vom Harzer Roten Höhenvieh und „Iberg-Whisky“ mit Bärlauchnote. Das Sanitätshaus Sturm, neben der Volksbank im Harz Kooperationspartner der Veranstaltung, hatte einige Teilnehmer eingeladen, sich mit sportlichen Kompressionsstrümpfen auf die Tour zu begeben. Einhelliges Urteil der Probanden: Sehr angenehmes Laufgefühl mit dem positiven Effekt, das Blut über die Venen schneller wieder zum Herzen zu führen. Auch die Touren am Nachmittag rund um Bad Grund und zum „Sonnenuntergang“ wurden nass. Das tat dem sportlichen Ehrgeiz jedoch keinen Abbruch. Die Begegnung mit dem „Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft“, der Gang durch einen alten Bergbaustollen im Bergbaumuseum „Knesebeckschacht“ oder der Blick auf einen Drehort von George Clooneys Film „The Monuments Men“ kombinierten den Sport mit kulturellem Hintergrund. Auf die tolle Sonnenuntergangsstimmung musste allerdings aufgrund der dicken Wolken verzichtet werden. Mit zwanzig Teilnehmern war der Halbmarathon am Sonntag sehr gut besucht. Hier waren über 1200 Höhenmeter zu bewältigen und es gab so ziemlich alles zu sehen, was das Nordic-Walker-Herz begehrt. Das Motto „Walken auf ständig wechselnden Laufuntergründen“ fand hier volle Umsetzung. Auch die Johanniter Unfallhilfe, Ortsgruppe Bad Grund, zeigte sich wieder in Bestform. Seit 2006 sorgen die Johanniter für die Sicherheit der Teilnehmer und brachten, für die in die Schweinebraten-Köthe verlegte Pause, kurzfristig mit einem Notstromaggregat Licht ins Dunkel.
Für Sportler, die zweimal im Jahr immer wieder nach Bad Grund kommen, ist das eine wichtige Basis. Dazu gehört auch die Führung mit vielen Informationen, die von den Nordic Walking-Trainern und Tourbegleitern gegeben werden. Bereits jetzt dürfen sich alle Nordic Walker auf das nächste Event im Oktober freuen.