Beim KTV wird Unmut über Nutznießer geäußert

Musik vom Hofe des Sonnenkönigs wird dieses Orchester aus Frankreich am 6. Mai präsentieren.

Vorsitzender Uwe Sommermeyer macht auf direkt umgesetzte Verbesserungen für 2012 aufmerksam

Von Camillo Kluge,
Bad Grund


Nachvollziehbarer Unmut herrschte bei der 6. Jahreshauptversammlung des Kur- und Tourismusvereins der Bergstadt Bad Grund. Allerdings nicht über eigene Maßnahmen, sondern über den Großteil der Nutznießer, die gastronomischen Betriebe im Ort.
Nicht einmal zwei Hand voll Gaststätten oder Beherbergungsbetriebe sind unter den 103 Vereinsmitgliedern des KTV zu finden, dabei profitieren sie doch besonders von den vielen Veranstaltungen, die der KTV auf die Beine stellt. „Dass bei Auflösung des Dehoga-Ortsverbandes das Guthaben an Kindergarten oder Feuerwehr gespendet wurde, ist eine schöne Sache, aber wenigstens da hätte ja auch einmal an den KTV gedacht werden können“, schimpfte Schriftführer Manfred von Daak in seinem Grußwort als Bürgermeister der Stadt.
Allerdings war dies das einzige Thema, das für ein wenig Misstöne sorgte. Die Wahlen gingen mit den Bestätigungen im Amt von Kassenwart Uli Milas und Schriftführer von Daak sowie den Neuwahlen von Martin Spitzer zum 2. Vorsitzenden und Helga Warnecke zur Kassenprüferin schnell über die Bühne. Auch die Beiratsmitglieder vom Gesundheitszentrum (Kerstin Peinemann), der Gruppe Hotels und Pensionen (Wolfgang Jungbluth), den privaten Vermietern (Erich Albrecht), dem Messeteam (Edeltraut Merkel), Handwerk, Handel und freie Berufe (Klaus Heberle) sowie Karl-Hermann Rotte für die Touristag. Rotte hatte für die Position auch seinen Posten als 2. Vorsitzender aufgegeben.
Vorsitzender Uwe Sommermeyer bilanzierte das abgelaufene Jahr und machte gleich auf direkt umgesetzte Verbesserungen für 2012 aufmerksam. Am deutlichsten zu sehen ist dies bei der „12-Gründe-Woche“. „Die Veranstaltungen waren da teilweise eine echte Pleite“, merkte Sommermeyer selbstkritisch an. Diesmal wird es keine Ballung von 60 Veranstaltungen binnen sieben Tagen geben, sondern an fünf aufeinander folgenden Wochenenden, beginnend mit dem 8. und 9. September, werden die Veranstaltungen angesetzt. Dabei sind sie sogar thematisch geordnet. Mit Sport und Gesundheit geht es los, andere Wochenenden stehen dann unter den Begriffen Natur und Wildnis oder Musik und Folklore. Dazu hat sich der KTV kompetente Hauptveranstalter für die Wochenenden an Bord geholt. Beim Sport steht der MTV Bad Grund in vorderster Front, bei Natur und Wildnis zum Beispiel das Forstamt. Dazu gesellen sich viele weitere Veranstaltungen, die der KTV entweder organisiert oder zumindest betreut. Jazzfrühschoppen oder Barock-Konzert, Blasmusik-Veranstaltungen und Blumenmarkt stehen weiter auf der Agenda.
Zudem verriet Sommermeyer, dass das Gesundheitszentrum weitere Investitionen zugesagt habe. Ein Wellnessbereich soll entstehen mit Beauty und Kosmetik sowie drei Saunen. Dringlich sei auch die Anerkennung als heilklimatischer Kurort, da werde die Stadt den Antrag stellen, die Kosten übernehme das Gesundheitszentrum.
Noch als 2. Vorsitzender, aber ganz im Sinne der „Touristag“, die für Vermarktung unter dem Dach des KTV verantwortlich zeichnet, skizzierte Rotte die vielen Aktivitäten wie zum Beispiel Messebesuche. Da konnte ein Prozent der deutlich über 12.000 Gäste, die 2011 Bad Grund besuchten, gewonnen werden. „Das heißt, die haben schon am Messestand gebucht“, so Rotte. Die Marketing-Aktivitäten werden weiter laufen, auch mit Partnern wie dem Harzer Tourismus Verband. Schließlich sollen die Gästezahlen in der Bergstadt Bad Grund weiter klettern, denn, so Rotte: „Gäste sind unser höchstes Gut.“