Beim Pumpspeicherwerk-Pilotprojekt ist vor allem Geduld gefragt

Bevor auf dem Gelände des Wiemannsbuchtschacht Baumaschinen anrücken, wird noch einige Zeit vergehen. (Foto: Strache)

Projektkoordinator Marko Schmidt vom EFZN führt gegenwärtig viele Gespräche mit möglichen Interessenten

Bad Grund (cfk). Geduld ist gefragt bei solch einem gigantischen Projekt wie dem Pumpspeicherwerk, das im Wiemannsbuchtschacht bei Bad Grund installiert werden soll. Kein Wunder, handelt sich doch um einen kalkulierten Betrag von 200 Millionen Euro, die ausgegeben werden, bevor auch nur ein Cent verdient wird. Kein Wunder also, dass Marko Schmidt sagt: „Viel Neues gibt es nicht.“
Schmidt ist der Koordinator in Sachen Pumpspeicherwerk beim Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN). Ein solches Projekt ziehe sich über Jahre, sagt er, was bei der Größe kaum überrascht. Doch macht Schmidt auch Mut. Er hat mit verschiedenen Firmen Gespräche geführt, wird das auch bis Ende November weiter eifrig tun. Dann hofft er sich soweit ausgetauscht zu haben, dass „wir im ersten oder zweiten Quartal 2012 richtig starten.“
Das bedeutet allerdings nicht, dass nun gleich der Bau beginnt. „Dann soll eine Projektgruppe stehen, die sich um die weitere Entwicklung des Pumpspeicherwerkes kümmert.“ Verbindliche Zusagen gibt es bislang noch keine, lediglich „starke Interessensbekundungen von verschiedenen Firmen“, so Schmidt.
Dass die HarzEnergie als lokaler Energieversorger ein potenzieller Mitstreiter ist, ist genauso wenig ein Geheimnis wie der Umstand, dass sie zu klein ist, das Projekt alleine zu stemmen. Da sind dann große international aktive Energieversorger gefragt. Denn dann wird zunächst das Projekt in trockene Tücher gepackt, dann eine Baugenehmigung geholt. „Die zu bekommen, kann allein drei oder vier Jahre dauern“, weiß Schmidt. Und auch der Bau ist nicht so einfach, kann sich bis zu fünf Jahren hinziehen. Wobei während die Genehmigungen noch detailliert erfasst werden, der Bau eventuell schon beginnen kann. „Ganz sportlich gerechnet kann das Pumpspeicherwerk 2018 oder 2019 ans Netz“, lautet Schmidts Prognose bei optimalem Verlauf. Ein erster Schritt wäre dann ja ein pünktlicher Start der Projektgruppe.