Bergdankfest soll noch lange gefeiert werden

Im Atrium wurde das traditionelle Tscherperfrühstück eingenommen. (Foto: Schwinger)

14 Traditionsvereine ziehen mit Fahnen und klingendem Spiel des Musikzuges Taubenborn durch die Gemeinde

Es ist erklärtes Ziel des „Knappenverein Bad Grund und Umgebung“, die Tradition des Bergdankfestes noch lange aufrecht zu erhalten. Auch im 21. Jahr nach der Schließung der Grube „Hilfe Gottes“ ist es gelungen, dass daran 14 Traditionsverbände aus nah und fern teilnahmen, die damit den Stellenwert dieser Traditionspflege aufzeigten. Unter dem Motto: „Wer Tradition aufgibt, verleugnet seine Herkunft!“
Mit einem ökumenischen Gottesdienst, zu dem Pastor Michael Henheik seinen katholischen Amtsbruder Diakon Wolfgang Jütte aus St. Andreasberg begrüßen konnte, wurde das Bergdankfest eingeläutet. Der Gottesdienst wurde im Sinne des „Oberharzer Schichtsegen“ gehalten, wobei der Pastor eine Mooskappe den Tagesablauf eines Pochjungen vor 160 Jahren schildern ließ. Ein hartes Leben: Zur Erinnerung für alle, die heutzutage das Danken vergessen haben. Den musikalischen Dank an Gott brachte der Männerchor Badenhausen mit einem bewegend gesungenen „Halleluja“.
Nach dem Gottesdienst zogen die 14 Traditionsvereine mit ihren Fahnen unter klingendem Spiel des Musikzuges Taubenborn durch die Straßen der Bergstadt zum Atrium, in das zum Tscherperfrühstück eingeladen worden war. Als Vorsitzender des Knappenvereins begrüßte Gerd Hintze die Mitglieder aus den 14 Traditionsvereinen und die zahlreichen Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die es sich auch dieses Jahr nicht hatten nehmen lassen, am Bad Grunder Bergdankfest teilzunehmen.
Unter ihnen Bürgermeister Manfred von Daak als Schirmherr des Bergdankfestes, der stellvertretende Landrat Klaus Liebing und Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann, der im Namen der genannten die Grüße von Rat und Verwaltung überbrachte. In seinen Grußworten hob auch Harald Dietzmann besonders hervor, dass die bergbauliche Tradition in Bad Grund einen hohen Stellenwert einnimmt und zeigte sich zuversichtlich, dass diese Tradition vom Knappenverein noch lange aufrecht erhalten werden könne. Dank der Teilnahme der Traditionsvereine und der zahlreichen Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft und von Privatpersonen.
Auch Knappenvereinsvorsitzender Gerd Hintze hatte in seinen Grußworten auf das Sponsoring hingewiesen. Und neben der Beteiligung der Traditionsvereine für die Unterstützung durch den Förderverein Bergbaumuseum gedankt. Insbesondere auch für die musikalische Umrahmung durch den Musikzug Taubenborn und die Harzheimatgruppe „Harzer Roller“. Ein Bergdankfest in dieser Größenordnung sei ohne dieses Zusammenwirken nicht möglich.
Als Landesvorsitzender der Bergmanns- und Hüttenvereine sprach Rolf Sindram, auch im Namen seines Ehrenvorsitzenden Lutz Fründt, dem Knappenverein Bad Grund und Umgebung Dank und Anerkennung aus und sah mit dem Bergdankfest ein Zeichen der Solidarität für den modernen Bergbau in Deutschland, der in aller Welt hohes Ansehen genieße. Es gäbe noch Hoffnung für den Bergbau. Nicht nur bei Kohle, sondern auch bei Kali und Erz.