„Böse Buben“ kegeln und feiern seit 50 Jahren

Die Bösen Buben an ihrem 50. Geburtstag (hinten von links): Hans Rieke (19 Jahre), Klaus Steingrube (23), Willi Warnecke (43); (vorne von links): Walter Wagner (42) und Harri Völkel (50). Es fehlt Helmut Schiller (18). (Foto: Marx)

Ältester Kegelclub der Bergstadt begeht sein Jubiläum auf der Bowling-Bahn

Vor 50 Jahren, genau am 15. Februar 1963, gründeten sich in der Bergstadt Bad Grund die „Bösen Buben“. Die 13 Gründungsmitglieder führten aber nicht, wie es der Name vielleicht vermuten lässt, etwas Böses im Schilde, sondern die Männer wollten mit ihren neuen Club einfach nur ihrer gemeinsamen Leidenschaft frönen, dem Kegelsport.
Heute feiert der älteste Kegelclub des Kurortes sein 50-jähriges Jubiläum. Und wie es sich für anständige Kegelfreunde gehört werden die Männer dieses Ereignis heute mit einem zünftigen Kegelabend begehen, wie es sie schon zu Dutzend in der Vereinsgeschichte gegeben hat. Inzwischen musste der Club aber auf Bowling umsatteln, da in der Bergstadt keine adäquate Kegelbahn mehr zur Verfügung steht.
Den Anfang nahm alles am 15. Februar 1963 in Römers Hotel. Nach dessen Abriss zogen die Kegelfreunde zunächst in den Oberharzer-Hof, dann ins Harzhotel Eichelhof und sind heute auf der Bowling-Bahn im Gesundheitszentrum des Kurortes anzutreffen.
Im Mittelpunkt ihres Vereinslebens standen natürlich von Beginn an die gemeinsamen Kegelabende. Aber auch andere Aktivitäten fanden schnell Einzug in das rege Vereinsleben. So führte die erste von zahlreichen Vereinsfahrten noch im Gründungsjahr nach Rinteln an der Weser. Nachdem die „Bösen Buben“ Deutschland weitestgehend abgegrast hatten, traten sie im Jahr 1980 eine Reise ins benachbarte Holland zum Fußballländerspiel in Eindhoven, und im Jahr ihres 20-jährigen Bestehens die erste von inzwischen über zehn Flugreisen nach Hrar an. Die bisher letzte Reise führten den Club im Jahr 2010 nach Budwa in Montenegro.
In den 70er und 80er Jahren brachten sich die Mitglieder des Vereins auch immer tatkräftig beim örtlichen Walpurgisfest ein. Im Festzelt sorgten sie für die Bewirtung der Gäste.
Das einzig heute noch aktive Gründungsmitglied ist übrigens Harri Völkel. Er hat die Aktivitäten des Vereins feinsäuberlich seit der Gründung dokumentiert. In einem dicken Buch sind so viele Ereignisse, wie die erste gemeinsame Fete mit den Ehefrauen, handschriftlich vermerkt. Natürlich hat auch der Kegelclub „Böse Buben“ mit den Folgen des demografischen Wandels zu kämpfen. Junge Kegelfreunde sind aktuell nicht in Sicht. Dennoch haben die Mitglieder immer noch großen Spaß an ihrem Sport, auch wenn sie inzwischen bowlen müssen.