„Das alles bekommen Mitglieder für nicht einmal einen Euro pro Monat“

Peter Münch (links), Stadtdirektor Harald Dietzmann (2. von links) und Vorsitzender Bodo Probst (rechts) mit den Geehrten. (Foto: Kluge)

Silberne Ehrennadel überreicht: Georg Heberle und Rolf Benneckendorf investierten viel Zeit in die Pflege und Instandhaltung des üppigen Wegenetzes

Arbeitsreich war das letzte Jahr für den Vorstand des Harzklub-Zweigvereins Bad Grund. Neben dem Engagement im Bereich Försterstieg und Baudensteig war auch der Harzer Heimattag zu stemmen. Vor allem mit dem Harzer Heimattag sorgte der Zweigverein für einige Aufmerksamkeit. „Ein voller Erfolg für den Harzklub und die Stadt Bad Grund“, meinte Zweigsvereins-Vorsitzender Bodo Probst zu Recht.

Von Camillo Kluge

Bad Grund. Nicht nur 14 weitere Heimatgruppen hatte man für die feierliche Veranstaltung rund um das Atrium gewinnen können, auch „der Umzug konnte sich sehen lassen, wie zu besten Schützenfestzeiten“, lobte Probst. Dabei dankte er gleichzeitig den zahlreichen Helfern und auch Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung heute nicht mehr möglich sei. Peter Münch, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtvereins und in Hohegeiß in diesem Jahr Ausrichter des Harzer Heimattages, gestand, dass Bad Grund die Messlatte für diese Veranstaltung hoch gelegt habe. Er erinnerte noch einmal daran, dass der 125. Geburtstag des Gesamtvereins in diesem Jahr nicht mit einer zentralen Feier begangen werde. „Aber bei allen Veranstaltungen des Harzklubs wird an das Jubiläum erinnert“, so Münch.
Reichlich Zeit und Schweiß investierten Georg Heberle und Rolf Benneckendorf in die Pflege und Instandhaltung des üppigen Wegenetzes. „Vier neue Sitzgruppen aufgebaut, neun neue Bänke aufgestellt, viele Pfähle zur Beschilderung gestellt“, zählte Heberle auf. Im Rahmen des Heimattages hatte der Zweigverein auch die Birken für den Straßenschmuck besorgt. Bevor die beiden neuen Wanderstrecken eröffnet wurden, hatten die Wegewarte und ihre Helfer reichlich anzupacken, um die Wege nebst Ausschilderung, Bänken und Schutzhütten in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen. Dazu kamen noch die üblichen Reparaturen und Wartungen sowie Erneuerungen von Schildern, die entweder Witterung oder Souvenirjägern zum Opfer gefallen waren.
„Das alles bekommen die Mitglieder und Wanderer für nicht einmal einen Euro pro Monat“, sagt Naturschutzwart Dietmar Mann. Im Vorfeld hatte er daran erinnert, dass der Einsatz der Harzklub-Zweigvereine nicht nur den Mitgliedern zugute komme. Er wünsche sich insofern noch mehr als die derzeit 246 Mitglieder, die diese Arbeit mit dem kleinen Jahresbeitrag unterstützen. Immerhin gut 120 Kilometer Wanderwege und sieben Hütten betreut der Zweigverein.
Denn auch für dieses Jahr stehen wieder reichlich Aufgaben an. An einigen Schutzhütten sind Dächer zu flicken, Bänke sind zu reparieren, ein ausgespülter Weg ist aufzufüllen und auszugleichen. „Und dazu eben die normale Wegepflege“, so Heberl, der sich über zu wenige Aufgaben nicht beklagen kann. Wahlen standen auch einige an, die vakanten Posten wurden allerdings alle durch Wiederwahl besetzt.
Schließlich galt es noch, einige Ehrungen vorzunehmen. Torben und Marianne von Rath sowie Wolfgang Domröse bekommen ihre Ehrenabzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft nachgereicht; Ruth Teichner, Sandy Stein und Bodo Probst nahmen sie vor Ort in Empfang. Für 40 Jahre im Zweigverein wurden Jutta Bachura und Steffi Baumgarten geehrt. Gerd Wüsteney, Kurt Weilert sowie Monika Hildebrand waren nicht anwesend. Bereits 50 Jahre halten Sigrid und Dieter Reinecke dem Harzklub-Zweigverein die Treue. Die silberne Ehrennadel für besondere Verdienste überreichte Münch noch den Wegewarten Georg Heberle und Rolf Benneckendorf.