Der demografische Wandel fordert offensive Kommunikation

Dr. Thomas Forche spricht bei Infoveranstaltung des SPD-Ortsvereins Bad Grund

Bad Grund (vD). Zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung über die Fördermöglichkeiten örtlicher und überörtlicher Entwicklungsprojekte hatte kürzlich der SPD-Ortsverein Bad Grund interessierte Einwohner in den „Dachsbau“ des Kur- und Sporthotels „Alter Römer“ in Bad Grund im Rahmen eines „Dämmerschoppens“ eingeladen. Als Gastredner konnte Ortsvereinsvorsitzender Florian Panknin Dr. Thomas Forche vom Team des Ländlichen Regionalmanagements für den Landkreis Osterode gewinnen.
Aus berufenem Mund hörten zu Veranstaltungsbeginn zahlreiche Besucher interessante Details über das „Integrierte Ländliche Einwicklungs-Konzept“ (ILEK) und die Funktion sowie die aktuellen Aufgaben des „Ländlichen Regionalmanagements“. In einer positiven Zwischenbilanz der zurückliegenden fünf Jahre rief Dr. Forche einige durch das ILEK-Programm angeschobene oder realisierte Projekte aus der Region Osterode in Erinnerung und nannte dabei beispielhaft aus dem Bereich der Samtgemeinde die Maßnahmen am Gittelder Friedhofszaun, das alte Verwaltungsgebäude und den Generationenspielplatz Badenhausen, den Harzer Baudensteig, die Aufnahme der Gemeinde Eisdorf in das „Modellvorhaben Umnutzung“ oder die überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerkbildung zwischen den Kommunen Osterode und Bad Grund.
Im Vortrag, aber auch in der anschließenden regen Diskussion, wurden die möglichen negativen Folgen aus dem demografischen Wandel (Bevölkerungsrückgang) angesprochen und deutlich, dass künftig eine offensivere Kommunikation von Politik und Verwaltung notwendig sei; die Zukunft der Gemeinden und die Zukunft in den Köpfen müsse endlich beginnen. Vielfach fehle es an der notwendigen Wertschätzung der eigenen Umgebung.
Als „Hilfen im Förderdschungel“ wurden explizit genannt „ZILE Regionalmanagement LK Osterode“, die „Stiftung Mitarbeit“, die „Homepage der Ministerien“, die vorhandenen „Förderdatenbanken“ und die „DVS Ländlicher Raum“. Besondere Hoffnungen werden gegenwärtig an die „Initiative Zukunft Harz“ geknüpft.