E-Mobilität einen Schritt näher gekommen

SG-Bürgermeister Harald Dietzmann hatte großen Spaß bei der Probefahrt mit dem E-Bike und wollte eigentlich gar nicht wieder absteigen. (Foto: Kluge)

Tankstelle für E-Fahrzeuge am HöhlenErlebnisZentrum eingeweiht / HEZ-Leiterin: „Wollen Zeichen setzen“

Von Camillo Kluge,
Bad Grund

Ein weiterer Schritt zur vermehrten Nutzung regenerativer Energien wurde jetzt am HöhlenErlebnisZentrum Bad Grund gegangen. Dort weihte Kreisrat Gero Geißlreiter jetzt eine Elektro-Tankstelle ein, an der vom E-Bike über elektrische Motorräder bis hin zum Elektroauto Fahrzeuge kostenlos auftanken können während sich die Besitzer im HöhlenErlebnisZentrum fortbilden oder auch nur einen Kaffee trinken.
„Dabei setzen wir selbstverständlich auch hier auf Öko-Energie“ betonte HEZ-Leiterin Ortrud Krause. Dabei ist die Initiative zu dieser Tankstelle vom HEZ selbst ausgegangen. Sie sprachen Matthias Schmidt von mms-concept an, der mit seinem Konzept „e-Tours Harz“ die E-Mobilität im Harz in Bewegung hält und zur bundesweiten Modellregion geführt hat. „Insgesamt 20 E-Tankstellen haben wir in der Region“, sagt Schmidt, „und einige weitere sind bereits fest geplant.“ Auf 2.500 Euro beziffert Krause die Aufstellungskosten für die Tankstelle, und „wir gehen nicht davon aus, dass die sich jetzt rasend schnell amortisieren.“ Sondern Krause und HEZ-Direktor Günter Jentsch geht es darum, „ein Zeichen zu setzen, und nicht darum, dass es sich schnell rentiert.“ Wobei Krause darauf verwies, dass sich die Ausstellung auch mit der Geschichte des Rades sowie der Mobilität der Menschen in der Bronzezeit beschäftigt.
Schmidt nutzte die Gelegenheit, neue Anhänger der E-Motorräder zu gewinnen. Sowohl Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Dietzmann als auch Bad Grunds „erster Bürger“ Manfred von Daak ließen sich die Chance nicht entgehen, auf dem Parkplatz eine Runde mit einem solchen Gefährt zu drehen, für das Foto ausnahmsweise auch ohne Helm. Und dem breiten Grinsen der beiden Debutanten nach zu urteilen, bereitete ihnen das viel Spaß. „Ich steig nicht ab“, sagte Dietzmann und hängte gleich noch eine Runde dran.
Dass E-Mobilität auch im Alltag nutzbar ist, bestätigte Tido Tebben. Denn wie der Zufall will, ist Tebben mit Beifahrerin auf einem Motorroller von Aurich in den Harz in den Urlaub gefahren. Dort erfuhr er von der Tankstellen-Einweihung und war dann auch das erste Fahrzeug, dass die neue Zapfsäule offiziell nutzte. „12000 Kilometer bin ich auf meinem Elektroroller bisher gefahren“, so Tebben, der seit einem Jahr e-mobil ist. „Mein Auto habe ich in diesem Jahr noch nicht einmal betankt“, sagt er. Seine Tour in den Harz musste er zwar recht genau planen, da eine „Tankfüllung“ für etwa 70 Kilometer reicht, doch gibt es mittlerweile offensichtlich genug E-Zapfsäulen. „Und es werden immer mehr“, ergänzt Schmidt.