Ein Stück Bad Grundner Kulturerbe

Der Wegweiser auf dem Marktplatz soll wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Ortsrat der Bergstadt beschäftigt sich it dem Themen Märchental und Glockenspiel "Oberharzer Hof"

Zwei der Themen, mit denen sich der Ortsrat der Bergstadt Bad Grund jetzt beschäftigte war der Weiterbestand des Märchentals und der Klang des Glockenspiels „Oberharzer Hof“.

Ortsbürgermeister Manfred von Daak legte offen dar, dass das zwischen der Forst und dem Ehepaar Claasen geführte Gespräch bezüglich des Märchentals deutlich gemacht hatte, dass bereits im Oktober vergangenen Jahres ein Nachfolgevertrag zwischen Claasen und der „Kempinga Verwaltung GbR“ aus Duderstadt geschlossen wurde. Allerdings werde dieses Dokument erst wirksam, wenn der Nachfolgepächter mit der Forst einen Pachtvertrag abschließt. Und genau das sei bislang nicht der Fall. Auch wenn der noch bestehende Vertrag zwischen Claasen und der Forst erst am 30. September 2014 endet, habe die Forst sich zu einer Weiterverpachtung bereit erklärt. Voraussetzung sei allerdings, dass sich ein verlässlicher Nachfolger findet. Aus dem Grund rief von Daak dazu auf, dass sich interessierte Bürger bei der Gemeindeverwaltung oder beim Kur- und Touristikverein (KTV) melden mögen. Denn das Märchental habe sich stets großer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreut und dürfe in Ermangelung eines fähigen Pächters nicht einfach so dem Waldboden gleichgemacht werden.
Der 1. Vorsitzende des KTV, Peter Schwinger, wusste zu dem Punkt zu berichten, dass er mittlerweile ein Gespräch mit Heerke Kempinga geführt habe. Am Ende habe festgestanden, dass der Nachpächter seine Aufgabe aus Krankheitsgründen nicht antreten könne. Er trete auch gerne von seinem mit Familie Claasens getroffenen Vertrag zurück, wenn sich ein neuer Interessent findet.
Manfred von Daak wusste weiter zu berichten, dass zur Schaufenstergestaltung der leerstehenden Geschäfte ein Gespräch mit der Volksbank Peter Schwinger stattgefunden habe. Am Ende habe festgestanden, dass die Schaufensterscheiben mit Fotomotiven aus der Bergstadt versehen werden sollen.
Aufgrund der vielen Sponsoren sei mittlerweile auch das Baudendach des Albertturms erfolgreich abgeschlossen. Manfred von Daak dankte allen, die dazu beigetragen hatten. Außerdem wird der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies am 25. Oktober die Urkunde zur „Anerkennung heilklimatischer Kurort“ überreichen.
Große Aufmerksamkeit erfuhr das Glockenspiel „Oberharzer Hof“, das achtmal am Tag mit völlig verstimmtem Klang zu vernehmen ist. Man einigte sich darauf, dass es gestimmt werden muss und sowohl um 12 als auch um 18 Uhr nicht mehr erklingen soll, weil es sonst nicht gerade im Einklang mit den Kirchturmglocken ist.
Ebenfalls aufgefrischt und saniert werden soll der hölzerne Wegweiser auf dem Marktplatz, der für die Touristen immer wieder ein schönes Fotomotiv ist und auch den rechten Weg weist. Es sollen noch weitere Kostenvoranschläge eingeholt werden, denn, dass etwas geschehen muss, darüber waren sich alle Ortsratsmitglieder einig. Schließlich sei es ja ein Stück Bad Grundner Kulturerbe, ähnlich wie der Hübichenstein.
Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann kam auf die Änderung des Bebauungsplanes 3a Taubenborn zu sprechen. Darin beantragt ein Anlieger, zur Verbesserung der wohnbaulichen Grundstücksausnutzung eine Erweiterung der überbaubaren Bauflächen. Der Ortsrat nahm diesen Wunsch zur Kenntnis, denn Verwaltung und Rat der Gemeinde Bad Grund befassen sich in absehbarer Zeit auch damit.
Weiter teilte Dietzmann mit, dass um den Baum, der vor dem Nachbargebäude des alten Rathauses steht, sich ein wahrer Wildwuchs breitgemacht habe. Es fiel der einstimmige Beschluss, diesen zu entfernen und die frei werdende Fläche zu pflastern, der Baum soll selbstredend stehen bleiben.