Eltern mit Schulstart unzufrieden

Bad Grunder Eltern bemängeln den Schulstart in der Grundschule Gittelde. Dabei stehen Platzprobleme auf dem Schulhof und die Geruchsbelästigung im Vordergrund. (Foto: Niemann)

Im Bad Grunder Ortsrat ging es um die Grundschule Gittelde / Uwe Sommermeyer sprach für die Eltern

Auf der jüngsten Sitzung des Ortsrates der Bergstadt Bad Grund berichtete der Bürgermeister Harald Dietzmann, dass der Schulstart in Gittelde im ersten gemeinsamen Schuljahr, in dem auch die Bad Grunder und Windhausener Schüler nach der Schulschließung der Grundschule Im Teufelstal in Gittelde beschult werden, trotz einiger Anfangsschwierigkeiten gut gelaufen sei.

Anfänglich habe sich jedoch das ausführende Busunternehmen sehr schwer getan, sodass man den Landkreis, der für die Schülerbeförderung zuständig ist, darauf hingewiesen habe. Inzwischen laufe der Schulbetrieb sowie auch die Schülerbeförderung rund und verlässlich, so Dietzmann.
Inzwischen arbeite man auch an der Verwertung der Spielgeräte, die noch auf dem Schulhof der Bad Grunder Grundschule stehen. Unter anderem stünde man momentan mit dem Harzklub-Zweigverein Bad Grund in Kontakt, da man ein großes Spielgerät beim Iberger Albertturm aufstellen wolle. Des Weiteren berichtete der Verwaltungschef, dass ein Antrag eines Bad Grunder Einwohners eingegangen sei, das Schulgebäude künftig in der Folgenutzung in ein Dorfgemeinschaftshaus umzuwandeln.
Im Anschluss an den Bericht des Bürgermeisters meldete sich Uwe Sommermeyer (SPD) zu Wort und berichtete, dass aus Sicht der Bad Grunder Eltern ein positiver Schulstart nicht bestätigt werden könne. Die Eltern bemängelten die beengten Verhältnisse besonders auf dem Schulhof. So führte er aus, dass die 177 Schüler nicht gleichzeitig auf den Schulhof könnten oder dürften. Die Kinder müssten sich vor den Pausen entscheiden, welche Geräte sie benutzen wollen oder welche Kinder zum Fußball in die Turnhalle gehen wollen. Eine spätere Umentscheidung sei für die Kinder nicht möglich. Ein weiteres Problem sei die Belüftung der Klassenräume. Durch den direkten Nachbarn, der eine Landwirtschaft betreibt, käme es des Öfteren zu starken Geruchsbelästigungen, wie Sommermeyer sagte. Dann wäre ein Lüften der Räume unmöglich. Daraufhin entgegnete Harald Dietzmann, dass vor rund zehn Jahren genauso viele Kinder in Gittelde beschult wurden und sogar in den 1990er Jahren über 200 Kinder dort zur Schule gegangen seien. Was die Pauseneinteilung anginge, wäre es gut, wenn sich die Eltern direkt an die Schulleitung oder Lehrerschaft wenden würden.
Weiter sagte Dietzmann, dass landwirtschaftliche Gerüche normal wären, wenn man auf dem Lande lebe. Dennoch würden die Klassenräume überwiegend zur anderen Seite liegen, sodass das Belüftungsproblem bestimmt nicht so schwerwiegend ausfallen dürfe.