Fröhlicher Tanz um Johannisbaum

Tanz um den Johannisbaum vor der St. Antoniuskirche. (Foto: Schwinger)

Tradition wird auch in Bad Grund weiter gepflegt

Das Johannisfest hat eine lange Tradition in den Harzer Bergstädten.

In der Bergstadt Bad Grund wird es auf dem Taubenborn und seit diesem Jahr an der St. Johanniskirche gefeiert, bisher an „Adeles Eck“. Auf dem Taubenborn hält man am 24. Juni, dem Johannistag, fest. Die Johannigemeinde „Adeles Eck“ feiert den Johannistag am darauffolgenden Samstag.
Auf dem Taubenborn ist das Johannisfest eher familiär. Natascha Jahn hat, sehr zur Freude der Kinder, Mütter und Väter gefunden, die dieses Fest ausrichten. In diesem Jahr ist das Johannisfest im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser gefallen“. Auch wenn es anfangs nicht so aussah und die Kinder um den Baum tanzen konnten, der einsetzende Regen wurde so stark, dass die Wasserfluten ein Zelt einstürzen ließen.
Am nächsten Tag konnte die Johannigemeinde „Adeles Eck“ das Fest bei strahlendem Sonnenschein feiern. Die tags zuvor aufgebauten Zelte dienten halt als Sonnenschutz, nicht zum Schutz gegen den erwarteten Regen. Johannisvater Manfred von Daak begrüßte die zahlreichen großen und kleinen Gäste und zeigte sich erfreut, dass auch die Kinder vom Taubenborn am „Tripp, trapp, Käsenapp…“ mit seinen Spielen teilnehmen konnten.
Die Johanniband mit Manfred von Daak, Arthur Sachsalber, Uwe und Dieter Klingebiel, Ralf Schossig, Patrik Ude, der tags zuvor auch auf dem Taubenborn aufgespielt hatte, und als Jüngster Janes Nock mit seiner sechsseitigen Gitarre, spielte zum Tanz um den Johannisbaum.
Die Blumenkränze für die Mädchen hatten Gertrud Krohn und Kunigunde Kleinert gebunden und verteilt. Dann führten die Mütter ihre Kinder zum Ringelreigen um den Baum. Schnell wurde ein Kreis gebildet und Alexandra Hinz stimmte altbekannte und neue Johannilieder an. Sehr zur Freude der „Älteren Generation“, die es sich bei Kaffee und Kuchen, der reichlich gespendet worden war, gut gehen ließen.
Nicht nur für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, sondern die Mütter hatten für die Kinder interessante und lustige Spiele vorbereitet und die „Harzer Roller“, die Harzheimatgruppe des Harzklubs, brachte volkstümliches Liedgut zu Gehör. Auch die „Bauchtanzgruppe“ der Schule im Teufelstal hatte einen mit viel Beifall bedachten Auftritt.
Der am Abend geplante Einsatz der Johanniband musste wegen des einsetzenden Regens ausfallen. Doch zur Freude der Gäste und Einwohner des Kurortes bleibt der Johannisbaum noch einige Tage stehen, hat es doch viel Kosten und Mühe bereitet, ihn aufzustellen.