Gäste nutzten Führungen durch das Museum

Als Vorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum begrüßte Richard Laux die Gäste zum Schachtfest. (Foto: Schwinger)

Traditionelles Schachtfest am Bergbaumuseum Schachtanlage Knesebeck

„Das Schachtfest soll an den Bergbau in Bad Grund erinnern, der über 160 Jahre ein Segen für die Bergstadt war!“, mit diesen Worten begrüßte Richard Laux, als Vorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum, die zahlreichen Gäste auf der Schachtanlage Knesebeck. Der Erhalt der Bergbautradition könne heute nur durch die ehrenamtlich Tätigen erhalten werden. Und nur durch die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Kur- und Touristikvereins sei die Durchführung eines Schachtfestes möglich. Mit besonderem Stolz verwies der Vorsitzende dabei auf die „Oberharzer Wasserwirtschaft“ als UNESCO Weltkulturerbe. Mit dem Grunder Gefälle, der Rad- und Kehrradstube und dem Hydrokompressorturm sei die Schachtanlage Knesebeck ein Teil davon.
Nach altem Brauch wurde das Schachtfest anschließend mit einer bergmännischen Andacht eröffnet. Pastor Michael Henheik gestaltete die Andacht mit Liedern und Predigt nach dem „Oberharzer Schichtsegen“, ging dabei auf die Bergbautradition Bad Grunds ein und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass nicht nur Besucher aus Bad Grund und Umgebung, sondern auch zahlreiche Gäste des Kurortes gekommen waren.
Nach der bergmännische Andacht folgte der Auftritt des Musikzuges Taubenborn unter der Leitung von Karsten Wagner. Mit schmissigen Weisen wurden die Herzen der Besucher erwärmt, doch für das leibliche Wohl hatten die Mitglieder beider Vereine gesorgt. Ob frisch gebrühter Kaffee oder Tee und selbst gebackener Kuchen oder Bier zu Steaks und Bratwurst – alles stand für die Gäste bereit.
Auch wenn das Schachtfest nach den Anstrengungen der Walpurgisnacht als Familienfest besucht wird, Führungen durch das Bergbaumuseum, natürlich auch „unter tage“, gehören zum Angebot dazu. In sechs Führungen nutzten rund 50 Personen das Angebot. Unter ihnen auch einige Bad Grunder, die erfahren wollten, was sich seit ihrem letzten Besuch getan hat.