Harzer-Welterbe soll ein Ort der Bildung und Wissenschaft werden

Das Mundloch des Ernst-August-Stollens, in dem Wasser unterirdisch aus dem Harz abgeführt wird, befindet sich in Gittelde. (Foto: Sablotny)

Bergstadt Bad Grund plant Stiftungsbeitritt

Das UNESCO-Welterbekomitee hat kürzlich das „Historische Bergbau Netzwerk Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“, so die offizielle Bezeichnung, als Weltkulturerbe anerkannt. Oftmals wird auch nicht ganz richtig von der „Oberharzer Wasserwirtschaft“ gesprochen.

Von Horst Sablotny

Bad Grund / Gittelde. Nun soll das „Weltkulturerbe Harz“ mit Leben erweckt werden. Geplant ist, das einmalige Weltkulturerbe mehr nach Außen, also überörtlich und international, bekannt zu machen. Das Stiftungsziel sei, so von berufenen Personen zu hören, die UNESCO-Welterbestätte als einen herausragenden Ort der Bildung, der Wissenschaft und als kulturhistorische Dachmarke mit Alleinstellungsmerkmal aufzustellen und zu vermarkten.
Die gemeinsame Arbeitsstruktur, so aus Kreisen der Experten in Goslar zu hören, soll professionell betrieben werden. Die touristische Attraktivität des niedersächsischen Teils des Harzes soll durch die Stiftung erhöht werden.
Der Rat der Bergstadt Bad Grund (Harz) wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Beitritt zur Stiftung beschäftigen und sicherlich seinen Beitritt erklären, zumal der einmalige Beitrag nur 500 Euro beträgt.
Neben dem Zisterzienser-Museum im Kloster Walkenried soll auch das HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle Bad Grund (Harz), das Oberharzer Bergbaumuseum in Clausthal-Zellerfeld mit dem Ottilien-Schacht, der Kaiser-Wilhelm Schacht und die Rosenhöfer Rosenstuben, das Bergwerksmuseum Grube Samson in St. Andreasberg und das Bergbaumuseum Knesebeck-Schacht in Bad Grund in die Stiftung aufgenommen werden.
Die Landkreise Osterode und Goslar, die Samtgemeinde Oberharz, die Bergstadt Bad Grund, die Harzwasserwerke, die Bergstadt St. Andreasberg und die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz beteiligen sich finanziell. Vom Beitritt profitiert sicherlich auch der Flecken Gittelde. Dort befindet sich das Mundloch des Ernst-August-Stollens, ohne den die „Oberharzer Wasserwirtschaft“ nicht funktioniert hätte. Der Landkreis Osterode hat bereits am 21. Juni seinen Beitritt beschlossen.