Harzklub ist gute Werbung für die Bergstadt

Bernhard Klingebiel (rechts), der von 1975 bis 1994 auch den Zweigverein Bad Grund anführte, wird von Bodo Probst ausgezeichnet. (Foto: Kluge)
 
Die anwesenden Jubilare des Harzklub Zweigvereins der Bergstadt Bad Grund mit dem stellvertretenden Gesamtvorsitzenden Christoph Steingaß (rechts) und Zweigvereins-Vorsitzendem Bodo Probst am Hübich-Brunnen. (Foto: Kluge)

Zweigverein Bad Grund blickte auf ein arbeitsreiches Jahr zurück / Vorstand in Ämtern bestätigt

Bad Grund (cfk). „Heimatklänge sollen erklingen“, lautete die erste Zeile des Liedes, mit denen die „Harzer Roller“, die überregional beliebte Heimatgruppe des Harzklub-Zweigvereins Bad Grund, die 124. Jahreshauptversammlung ihres Vereins einleitete. Und um die Heimat geht es freilich stets beim Harzklub. Vorsitzender Bodo Probst, der genauso wie der 2. Vorsitzende Rolf Benneckendorf, Wander- und Wegewart Georg „Schorse“ Heberle und Naturschutzwart Dietmar Mann im Amt bestätigt wurde, überließ den Rückblick den Leuten, „die auch was getan haben.“
Damit meinte er vor allem Heberle, doch ist „Schorse“ jemand, der lieber anpackt als Reden zu halten. So fasste er die Tätigkeiten, die er mit seinen Mitstreitern erledigt hat, lapidar zusammen: „Wir haben viel gearbeitet, verschiedene Wege neu aufbereitet, Hüttendächer erneuert, Sitzgruppen ausgebessert und einige Bänke neu aufgestellt.“ Er dankte aber all den „vielen Helfern, die auch einmal unbürokratisch und schnell unter die Arme gegriffen haben.“
Anlässlich der 125-Jahr-Feier kommendes sollen der Baudensteig und auch die König-Hübich-Tour rund um den Ort ganz besonders angeboten werden. Auch der „Fuchsbau“ wird auf Vordermann gebracht, der Kamin dort erneuert, gestrichen und tapeziert, damit die Räume wieder voll nutzbar sind. „Ein dickes Lob“, reichte Probst noch weiter, „für unsere gute Ausschilderung der Wanderstrecken haben wir nicht nur von Wanderern, sondern auch vom Hauptverein bekommen.“ Das bestätigte der zweite Vorsitzende des Gesamtvereins, Christoph Steingaß: „Bad Grund ist der Inbegriff für Arbeit.“ Und Ideenreichtum zeichnet die Grundner wohl auch aus, denn Steingaß präsentierte eine leuchtende Warnweste, wie sie die Wegewarte und ihre Helfer auch bei ihrer Arbeit im Wald tragen sollten, mit einem Aufdruck auf dem Rücken, der sie nicht nur als Harzklub-Helfer ausweist, sondern auch gleich um Unterstützung wirbt. Die Idee stammt von „Schorse“ Heberle.
Neben der Arbeit sind auch die Harzer Roller „ein Werbeträger für Bad Grund, der seinesgleichen sucht“, wie Bürgermeister Manfred von Daak sagte. Das liegt nicht zuletzt an den erfolgreichen Auftritten auch bei Jodlerwettstreiten verschiedenster Natur, aber auch an den vielen Auftritten bei eigenen Veranstaltungen oder denen von befreundeten Vereinen. Hinzu kommen die vielen verschiedenen Titel, die rund um die zigfache Jodlermeisterin Ellen Bredow einzeln, als Duett oder Gruppe gewonnen wurden. Immerhin bereits ihren 40. Geburtstag begehen die Harzer Roller in diesem Jahr am 31. Juli. „Und beim Lichterfest sind wir auch dabei“, betonte Probst, seines Zeichens auch Heimatgruppenleiter.
Positive Stimmung verbreitete auch Stadtdirektor Harald Dietzmann. „Wenn alles klappt, bekommen wir 60 Prozent Förderung für die dringend notwendige Sanierung des Daches an der Iberg-Gaststätte“, sagte er und legte noch nach. Denn der einst vorhandene Abenteuerspielplatz am Iberg „ist nur noch in Ansätzen erkennbar. Der soll erneuert werden mit dem Konzept Natur erleben“, so Dietzmann, und da ist sogar eine hundertprozentige Förderung möglich. Auch die Ankündigung Uwe Sommermeiers, Vorsitzender des Kur- und Tourismusvereins, die König-Hübich-Route mit Schautafeln auszustatten, auf denen Sagen zum König Hübich zu lesen sind, fand den gefallen des Harzklubs. Zugute kommt schließlich alles, wie die Harzer Roller sangen, dem „Oberharz, mein Heimatland.“
Eine lange Liste Ehrungen gab es auch, wobei nur wenige der Mitglieder anwesend waren. Für 60 Jahre im Verein wurden Marianne und Bernhard Klingebiel geehrt. Klingebiel leitet auch zwischen 1975 und 1994 als Vorsitzender die Geschicke des Zweigvereins. Hanna und Gustav Nienstedt sind seit 50 Jahren im Harzklub. Auf 40 Jahre kommen Edeltraud Stenzel, Siegfried Willner, Gerhard Gerecht, Ursula Rott, Alfred Manthey, Heinz Hesse, Gisela und Peter Lütje, Elfriede Schön, Herta und Heinz Maly, Gertrud und Dieter Krohn, Margot und Hermann Tuckermann, Ilse und Herbert Scholz, Manfred Knorre sowie Ursula und Hans-Jürgen Agathon. Andreas Schreier, Hans-Albert Stein, Claus-Uwe Proske, Renate und Hans-Jürgen Kämpf sowie Gerda und Erwin Zimmer halten bereits seit 25 Jahren dem Verein die Treue.