Haushalt der Gemeinde entwickelt sich stabil

Fachbereichsleiter der Verwaltung stellten den Gemeinderatsmitgliedern die Zahlen vor

Der Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, Volker Höfert und die Fachbereichsleiter Fred Langer, Joachim Gruppe und Uwe Schiller stellten während der Sitzung des Rates der Gemeinde Bad Grund im Windhäuser Rathaus den Haushaltsplanentwurf 2015 sowie die mittelfristige Finanzplanung 2016 bis 2018 vor.

Im Hinblick auf den Ergebnishaushalt betonte Höfert, dass das ordentliche Ergebnis im Jahr 2015 von -592.600 Euro trotz vieler positiver Entwicklungen geringfügig unter den im Zukunftsvertrag hinterlegten Prognosen liege. Gegenüber dem Jahr 2014 sei allerdings eine Verbesserung von 144.000 Euro ersichtlich. Die zum 1. Januar 2015 vorgesehene Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuer A und B werde zu Mehreinnahmen in Höhe von 103.000 Euro führen, so Höfert. Auf der Kostenseite seien es vorwiegend die gestiegenen Personalkosten, die durch den Tarifabschluss aus 2014 den Haushalt mit rund 100.000 Euro zusätzlich belasten. Alles in allem konnte ein Haushaltsplanentwurf vorgelegt werden, der keine unerwarteten Entwicklungen aufweise.
Im Finanzhaushalt sei das Ergebnis aus der laufenden Verwaltungstätigkeit noch defizitär. Somit sei auch in den nächsten Jahren mit einer weiteren Zunahme der Gesamtverschuldung zu rechnen. Erst in den kommenden Jahren können, so die Prognose, Überschüsse aus laufender Verwaltungstätigkeit erzielt werden. Erfreulich sei jedoch, dass die Investitionskredite um jährlich rund 500.000 Euro abgebaut werden könnten. Eine Rückführung der Gesamtverschuldung wird, so Höfert, erst dann möglich sein, wenn die jährlichen Tilgungsleistungen für Investitionskredite vollständig aus dem „laufenden Geschäft“ erwirtschaftet werden. Weiter versicherte der Kämmerer, dass es nach derzeitiger Kenntnislage möglich sein sollte, bereits im Jahr 2017 einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorlegen zu können. Hierzu sei es unbedingt notwendig, dass die angekündigte Absenkung der Kreisumlage nach der Fusion der Kreise Osterode und Göttingen realisiert wird.
Joachim Grupe kam auf die inzwischen vom Rat verabschiedete Schulentwicklungsplanung zu sprechen. So hätten alle beteiligten Verwaltungsbereiche und der Arbeitskreis Schulentwicklung ein enormes Arbeitspensum abgewickelt. „Jetzt beginnt die Detailarbeit und die wird um einiges schwieriger und sicher einen erheblichen Beratungsaufwand auslösen“, so Grupe. Fred Langner hatte die Kosten für die Straßenunterhaltung, die Bereitstellung von Sportplätzen und Kinderspielplätzen, die öffentlichen Grün- und Parkanlagen, den Brandschutz sowie Investitionen und andere Maßnahmen untersucht: Die Gemeinde Bad Grund verfügt über insgesamt sechs Sportplätze – zwei davon in Eisdorf – eine Mountainbike-Anlage in Gittelde und Restanlagen in Bad Grund. Hierfür müssten fast 25.000 Euro bereitgestellt werden. Der Sportplatz in Bad Grund wird von Vereinen bewirtschaftet. Bei den 15 gemeindlichen Kinderspielplätzen sowie dem Mehrgenerationenplatz im Bürgerpark Badenhausen wird es im Vergleich zu den Vorjahren keine großen Änderungen geben. Im Bereich der Straßenunterhaltung gelte es, das Straßennetz mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterhalten. Für die Umgestaltung des Außenbereichs des Bahnhofs Gittelde/Bad Grund seien rund 180.000 Euro eingeplant.