HEZ erhält Museumspreis der Sparkassenstiftung

Das HöhlenErlebniszentrum hat in diesem Jahr vor allem auch vom schlechten Wetter in den Monaten Juni, Juli und August profitiert. Über 500 Besucher kamen täglich. (Foto: Archivfoto: Strache)

10.000 Euro erhält die museale Einrichtung für die innovative Vermittlung der „ältesten Familie“ der Welt

Bad Grund (mn/bo). Der Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird bereits seit 1992 vergeben. Dieses Jahr wird der alle zwei Jahre ausgegebene Preis bereits zum zehnten Mal verliehen. Der Preis zeichnet die Museen aus, die Vorbildliches auf dem Feld der Museumsarbeit geleistet haben und mit ihrer Arbeit anderen Einrichtungen als beispielhaft vorgestellt werden können.
In diesem Jahr werden ingesamt drei museale Einrichtungen mit dem Museumspreis. Darunter ist auch das HöhelenErlebnisZentrum bei Bad Grund, dass die Jury von seinem Konzept überzeugt hat. Den Preis in Höhe von 10.000 Euro erhält das Museum für die innovative Vermittlung der Geschichte „der ältesten Familie“ der Welt.
Im Museum am Berg sind die Funde einer Forschergruppe ausgestellt, die vor wenigen Jahren in der Lichtensteinhöhle bei Förste gemacht wurden. Der Fund einer Familie aus der Bronzezeit, die derart gut erhalten war, dass sich umfassende Rückschlüsse auf ihr Leben machen ließen , sorgte weltweit für Begeisterung. Internationale Fernsehanstalten reisten nach Bad Grund, um sich die spektakulären Funde direkt vor Ort anzuschaen.
Die Iberger Tropfsteinhöhle, die schon seit vielen Jahren ein Besuchermagnet ist, wurde in der Folge um zwei museale Einrichtungen erweitert. Das Museum am Berg, welches einen faszinierenden Einblick in den Alltag der Menschen vor mehr als 3000 Jahren liefert, sowie das Museum im Berg, ein Tunnel der zur Tropfsteinhöhle führt, und die Entstehung der Höhle anhand eines Zeitstrahles darstellt.
Neben dem HöhlenErlebnisZentrum wird auch das Emsland Moormuseum in Geeste wird mit dem Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung 2011 ausgezeichnet. Das Moormuseum erhält den mit 25.000 Euro dotierten Museumspreis für seine vorbildliche Weiterentwicklung zu einem führenden Moormuseum in Europa.
Ferner erhält das Deutsche Marinemuseum, Wilhelmshaven, einen mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine gelungene wissenschaftliche Aufarbeitung und Präsentation der Geschichte der Deutschen Marinen seit 1843.
Der Jury des Museumspreises 2011 gehören an: Dr. Martin Eberle, Stiftung Schloss Friedenstein Gotha; Eske Nannen, Kunsthalle in Emden; Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kulturstiftung der Länder, Dr. Volker Rodekamp, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig; Dr. Friedrich Scheele (Vorsitzender), Museumsverband für Niedersachsen und Bremen; Dr. Sabine Schormann, Niedersächsische Sparkassenstiftung.
Die Übergabe des auf 10.000 Euro dotierten Preises an das HöhlenErlebnisZentrum erfolgt am Donnerstag, 8. Dezember.