IG BCE bietet Mitgliedern viele Bildungsangebote

Einen Vortrag über die „Oberharzer Wasserwirtschaft“ hielt Joachim Niebaum von den Harzwasserwerken. (Foto: Schwinger)

Joachim Niebaum hält Vortrag über die „Oberharzer Wasserwirtschaft“

„Die Ortsgruppe Bad Grund in der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Industrie bietet ihren Mitgliedern weitaus mehr als vergleichbare Vereinigungen“, lobte Bürgermeister Manfred von Daak in seinen Grußworten und verwies dabei besonders auf die Bildungsangebote.

Von Peter Schwinger

Bad Grund. In seinem Jahresbericht ließ Vorsitzender Ludwig Kopanischen die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren und bestätigte mit Aufzählung der Bildungsangebote die Aussage des Bürgermeisters. Nicht nur die 21 Besuche zu Geburtstagen und Jubiläen unter den 411 Mitgliedern und Busfahrten, sondern sonstige Veranstaltungen wurden erwähnt. Auf einige diesjährige Angebote wurde besonders hingewiesen: Am 26. Mai Tagesfahrt nach Hannover mit Besuch des Landtages, am 9. Oktober Herbstwanderung „Wasserregal Knesebeck“ und am 9. Oktober Skat- und Knobelturnier im Schützenhaus. Zu weiteren Veranstaltungen wird gesondert eingeladen.
Die Revisoren August Bügling und Waldemar Alke bestätigten dem Kassenwart Wolfgang Gross eine einwandfreie Kassenführung und beantragten Entlastung des Vorstandes. Nach der einstimmig erfolgten Entlastung stand ein interessanter Vortrag auf der Tagesordnung. Über die am 1. August 2010 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte „Oberharzer Wasserwirtschaft“ referierte Sachbearbeiter Joachim Niebaum von den Harzwasserwerken.
Die Harzwasserwerke sind durch den Betrieb von sechs Talsperren, bei 95 Prozent für die Trinkwasserversorgung und fünf Prozent zur Energiegewinnung, auch für die Instandhaltung des „Oberharzer Wasserregals“ zuständig. Über 1,2 Millionen Euro werden jährlich dafür aufgewandt. Auch dieser Leistung ist es sicher zu verdanken, dass Professor Dr. Reinhard Roseneck die Anerkennung der „Oberharzer Wasserwirtschaft“ als Weltkulturerbe erreicht hat. Die Bergbautätigkeit im Harz reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Im 16. bis 19. Jahrhundert entstanden 143 Teiche, 500 Kilometer Gräben und 30 Kilometer Wasserlösungsstollen, die benötigt wurden, um Bergbau zur Förderung von Silber, Blei, Kupfer und Zink zu betreiben. Das Wasser musste dahin geleitet werden, wo es gebraucht wurde. Erkennbar sind heute noch 310 km Gräben. Davon werden 70 Kilometer Gräben, 21 Kilometer Wasserläufe und 65 Teiche von Mitarbeitern der Harzwasserwerk gepflegt.