IG PRO Windhausen beteuert ihre Unschuld

Egon Schmidt bezieht Stellung zur Debatte um die Wahlaussagen der FWG Bad Grund

Von Maximilian Strache, Bad Grund

Die Debatte um die Wahlaussagen der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Bad Grund nimmt kein Ende. Inzwischen haben sich neben Jürgen Knackstädt, Vorsitzender der FWG Bad Grund, auch FWG-Mitglied und Ratsherr der Bergstadt Bad Grund, Rolf Biersack, sowie Vorsitzender der IG Pro Windhausen, Egon Schmidt, zu den Vorwürfen geäußert.
Auf der einen Seite bezichtigt Biersack in einem vermeintlichen Rundumschlag den Fraktionssprecher der SPD im Samtgemeinderat, Herbert Lohrberg, der Lüge und behauptet, dass die aktuellen Übernachtungszahlen (der „Beobachter“ berichtete in seiner Ausgabe vom 2. September) falsch sind.
Auf der anderen Seite reklamieren die Mitglieder der IG PRO Windhausen um ihren Vorsitzenden Egon Schmidt, dass sie zu Unrecht in einen Topf mit der FWG geschmissen werden.
Egon Schmidt schreibt in einer Stellungnahme: „Wir, die freien Wähler PRO Windhausen, werden durch einen schmutzigen Wahlkampf in die rechte Ecke der NPD gestellt. Wer uns kennt, weiß, dass wir dort nicht hingehören. Nicht nur wir, die Kandidaten, sondern auch die Mitglieder der IG PRO Windhausen sind von diesen Anschuldigungen betroffen und getroffen.“ Weiter macht Schmidt in seiner Stellungnahme deutlich, dass PRO Windhausen zu keiner Zeit, „die verfehlte Ausdrucksweise der FWG unterstützt hat.“
Gegenüber dem „Beobachter“ sagte Egon Schmidt , dass der Wahlflyer einzig auf das Konto der FWG Bad Grund geht, und mit den Wahlzielen und der Wahlwerbung von PRO Windhausen nichts zu tun hat. „Das viel debattierte Thema um die Diskriminierung von Behinderten betrifft nur die Bergstadt Bad Grund. PRO Windhausen hat damit in keinster Weise etwas zu tun“, so Schmidt.
Der Vorsitzende der Windhäuser Wählergemeinschaft meint aber zu wissen, warum die Vorwürfe gegen seinen Verein „nur von den Ratsherren der SPD/CDU/FDP Gruppe und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Samtgemeinderat, Herbert Lohrberg, kommen.“ Schmidt fragt sich, ob hinter dem Vorgehen dieser Personengruppen, „die Angst steckt, die Mehrheit im Rat der Gemeinde Windhausen zu verlieren?“ Weiter fragt sich Windhausens stellvertretender Bürgermeister, ob so „verhindert werden soll, dass PRO Windhausen in den Samtgemeinderat einzieht und unbequeme Fragen stellen könnte?“ Letztlich gibt sich Schmidt kämpferisch: „Auch, wenn man uns mit einer Verleumdung und üblen Unterstellungen politisch mundtot machen will, so werden wir nicht aufgeben.“
Auch Jürgen Knackstädt schreibt in einem Brief an Burkhard Fricke, der dem „Beobachter“ vorliegt, dass die SPD in Windhausen eine derartige Kampagne gegen die FWG und Pro Windhausen fahre, weil die Angst umgeht, den direkten Vergleich am Wahlsonntag gegen PRO Windhausen zu verlieren, und somit nicht mehr im Samtgemeinderat vertreten zu sein.
Rolf Biersack bezieht sich in seiner Stellungnahme auf die Zusammenarbeit im Rat der Bergstadt. „Die Zusammenarbeit im Rat der Bergstadt ist von den Gruppen der SPD und CDU verhindert worden. Wir wurden von Anfang an grundsätzlich ausgegrenzt und von Ausschüssen ausgeschlossen. Unsere Anträge wurden nicht diskutiert, sondern pauschal „en Block“ abgelehnt.“
Am Wahlsonntag und das kann dann zwar debattiert, aber nicht rückgängig gemacht werden, wird der Bürger entscheiden, wer sein Vertrauen erhält und welcher der politischen Parteien er Glauben schenkt.