Jugendwehr verzeichnet Mitgliederzuwachs

Freiwillige Feuerwehr Bad Grund zieht Bilanz / Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen

Im vollbesetzten Atrium eröffnete Ortsbrandmeister Dirk Blanke die 118. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund. Lang war die Liste der besonders begrüßten Gäste; stellvertretend werden die Kameraden der Feuerwehren Clausthal-Zellerfeld und Wildemann sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Schulze und Petra Przyklenk von den Johannitern genannt. Der Samtgemeindebürgermeister und der Bürgermeister der Bergstadt sprachen Grußworte.
In seinem mit Lichtbildern unterlegten Jahresbericht zeigte Dirk Blanke die vielseitige Arbeit der Feuerwehr Bad Grund auf. 45 Mitglieder gehören der aktiven Wehr an; neun Mitglieder zählen zur aktiven Reserveeinheit und die Jugendwehr hat 26 Mitglieder. Dies ist der höchste Mitgliederbestand des Feuerwehrnachwuchses seit über 20 Jahren. Zu 64 Einsätzen rückte die Wehr aus. In sechs Fällen leistete die Wehr nachbarschaftliche Hilfe. Die Zahl der Einsätze hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im Detail zeigte der Ortsbrandmeister die Einsatzstunden der einzelnen der Einsatzfahrzeuge auf und kam auf die notwendige Beschaffung der 33 Jahre alten Drehleiter zu sprechen. Er hoffe, dass die Wehr das Einsatzleitfahrzeug in diesem Jahr erhält. Weiter ging der Ortsbrandmeister auf die beengten Raumverhältnisse im Feuerwehrhaus und auf die Transportmöglichkeiten für die Einsatzkräfte und der Jugendwehr ein. Weitere kritische Worte äußerte Blanke zu den komplexer gewordenen Einsätzen, der zurückhaltenden Unterstützung durch einige Behörden, zur Großleitstelle und den damit verbundenen Investitionen sowie zum Zukunftsvertrag und der darin enthaltenen Ersatzbeschaffungen für die Feuerwehren. Er warf die kritische Frage auf, ob Einheitsgemeinde und Kreisfusion Vorteile bringen.
Für die Jugendwehr ließ Patrick Ude das zurückliegende Jahr Revue passieren. Er erinnerte an die Mitgliederwerbung und berichtete über die feuerwehrtechnische Ausbildung und über die Jugendarbeit des Brandschutznachwuchses. 19 Jugen und sieben Mädchen gehören derzeit der Jugendwehr an.
Gemeindebrandmeister Karsten Krügener zeigte in seinem Bericht die Entwicklung der Wehren auf Samtgemeindeebene auf.
Stellvertretender Kreisbrandmeister Thomas Schulze ging er auf die Entwicklung auf Kreis- und Landesebene ein und erinnerte an das neue Brandschutzgesetz. Man will die Feuerwehren zukunftsfähiger machen. Zum Thema Kreisfusion beklagte er, dass bei den Gesprächen der Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode erst jüngst auf Drängen der Feuerwehren die Kreisbrandmeister beteiligt werden. In die Einsatzabteilung wurden aus der Jugendwehr übernommen Johannes Heberle, Florian Albrecht, Christian Schlicht und Cedrik Scheele.
Zum Oberlöschmeister wurde Hendrik Klingebiel befördert.
In einer Laudatio würdigten der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Schulze und Ortsbrandmeister Dirk Blanke die Verdienste von Katja Blanke, die 25 Jahre der Wehr angehört, und Peter Evers, der 40 Jahre aktiv in der Wehr tätig ist. Er konnte leider die Urkunde und das Ehrenzeichen nicht persönlich entgegennehmen.
Der Ortsbrandmeister lobte die Unterstützung durch fördernde Mitglieder. Ohne fördernde Mitglieder komme heute eine Wehr nicht aus. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hans-Jürgen Fischer, Hans-Hermann Franke, Jürgen Knackstädt, Rudi Lenz, Horst Mönnich und Adolf Schulz geehrt. Als Präsent erhielten sie eine Urkunde und ein aus Holz gefertigtes Strahlrohr. Soweit die Geehrten nicht anwesend waren, wird die Ehrung nachgeholt.
Für die beste Dienstbeteiligung wurden geehrt Philipp Jordan (von 55 Dienstabenden 46 anwesend) und in der Jugendwehr Florian Albrecht, der an 37 Zusammenkünften anwesend war.
In die inaktive Abteilung wurden Christel Schön und Regina Franz verabschiedet.
Mit einem gemeinsamen Imbiss endete die 118. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Bad Grund.