Kalte Winter lassen es in der Stadtkasse klingeln

Beim Haushaltsplan der Bergstadt Bad Grund stehen fast alle Ampeln auf grün

Von Camillo Kluge, Bad Grund

Der Bericht zur Haushaltsführung des ersten Halbjahres der Bergstadt war das tragende Element der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause in Bad Grund. „Die Ampeln stehen fast alle auf grün“, fasste Stadtdirektor Harald Dietzmann das Werk seines Kämmerers Volker Höfert zusammen. Der hatte die Auswertung der einzelnen Budget-Punkte mit dem bewährten Schema versehen. Rot für einen außerplanmäßigen Verlauf der Ausgaben mit Überschreitungen, gelb als Verweis darauf, dass Erträge und Aufwendungen bis zum Jahresende nicht eingehalten werden, wenn nicht Maßnahmen ergriffen werden und grün bedeutet planmäßigen Verlauf.
Bis auf einen gelben Punkt konnte Höfert sämtliche anderen Budgetierungen als planmäßig kennzeichnen. Steuern, allgemeine Zuweisungen und Umlagen sowie allgemeine Finanzwirtschaft kann laut seiner Unterlage zwar „insgesamt als plangemäß eingestuft werden“, doch ist die „Schlüsselzuweisung um rund 12.000 Euro geringer als geplant ausgefallen“. Doch geht Höfert in seinem Dokument davon aus, dass der Fehlbetrag „im Budget abgefangen werden kann.“
Da dürften auch die Konzessionsabgaben für Strom und Gas an die Bergstadt ihren Teil zu beitragen. Zwar kommt an Stromabgaben etwas weniger rein, dafür haben sich die im Bereich Gas verdoppelt. Konkret an einzelnen Punkten konnte Dietzmann die enorme Steigerung nicht festmachen. „Die kalten Winter“ lautete seine Mutmaßung für den erhöhten Gasverbrauch.
Bürgermeister Manfred von Daak und auch Dietzmann erinnerten die Ratsmitglieder noch einmal an die anstehende „12-Gründe-Woche“ und begrüßten diese als „gute Werbung für den Ort“. Schließlich verkündete Dietzmann noch zwei Termine. Für den 18. Oktober ist um 9 Uhr im Amtsgericht Osterode eine Gläubigerversammlung im Rahmen des immer noch andauernden Insolvenzverfahrens der Kurbetriebsgesellschaft (KBG) einberufen. Mangels kostendeckender Masse soll dort über die Einstellung des Verfahrens befunden werden. Schließlich erinnerte er an die dann konstituierende Ratssitzung, die für den 1. November für 18.30 Uhr im Rathaus der Bergstadt angesetzt ist. Dort wird dann erstmals das jetzt im September gewählte Gremium gemeinsam tagen.