Kommentar: Zum Ende der Harzer Sonnenseite II
Grundsätzlich war die Idee, die touristischen Attraktionen in einem gemeinschaftlichen Journal, der Harzer Sonnenseite II, zu vermarkten gut. Doch leider hat die Kooperation zwischen den einzelnen Partnern nicht funktioniert. An der Frage, warum die Kooperation scheiterte, werden sich nun die Geister scheiden.
Am Anfang waren da sieben von der Wirtschaft gebeutelte Kommunen im Südharz, die sich zusammenschlossen, um sich gemeinsam auf die Jagd nach dem Geld der Touristen zu machen. Am Ende waren es nur noch vier. Bad Lauterberg, das Schwungrad, hat die ständigen Auseinandersetzungen zwischen den verbliebenen Partnern nun nicht mehr tolerieren können. Aus ökonomischer Sicht ein verständlicher Schritt. Aus Sicht eines nachhaltig aufgestellten Fremdenverkehrs im Südharz absolut unverständlich.
Natürlich können vier von einst sieben Partnern nicht ohne weiteres den erforderlichen Geldbetrag zum Erhalt eines solchen Projektes aufbringen. Sie können jedoch zumindest versuchen sich in einem gemeinsamen Schulterschluss zu einigen. Landrat Bernhard Reuter hat mit seiner Aussage recht, dass eine einzelne Kommune nicht eine vergleichbare Reichweite erzielen wird. Doch die Verantwortlichen und Vermieter in Bad Grund, Bad Sachsa, Herzberg und Hattorf trieb offensichtlich die Angst um, im Konglomerat der Harzer Sonnenseite unterzugehen. Deshalb musste zusätzlich zu der Harzer Sonnenseite ein eigenes Heft aufgelegt werden. Nun muss es erlaubt sein, die Frage zur Diskussion zu stellen, ob gemeinsame Anstrengungen nicht größere Chancen auf Erfolg hätten?
