Kulturabend auf dem Knesebeck entwickelt sich zum Renner

Der illuminierte Kompressorturm am Bergbaumuseum – Schachtanlage Knesebeck. (Foto: Sablotny)
 
Der MGV Badenhausen unter der Leitung von Swetlana Gauks begeisterte. (Foto: Sablotny)

Kompressorturm erstrahlt im weihnachtlichen Glanz und erinnert an einen Leuchtturm

Es war bereits der elfte Kulturabend auf dem Knesebeck. Trotz der Kälte hörten in der Kompressorenhalle der Schachtanlage Knesebeck zahlreiche Gäste den Darbietungen des Männerchores und der Künstler aus dem Oberharz zu.

Von Horst Sablotny

Bad Grund. Richard Laux, Vorsitzender des Fördervereins Bergbau und Heimatgeschichte, begrüßte einige Ehrengäste, darunter den Bürgermeister der Bergstadt, Manfred von Daak, Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann mit Gattin, den Vorsitzenden des KTV Uwe Sommermeyer und seinen Stellvertreter, Karl Herrmann Rotte, den Ratsherrn Peter Schwinger und besonders den Chef der Harz Energie, Dr. Hjalmar Schmidt. An ihn gingen besondere Dankesworte. Der rund 47 Meter hohe Turm auf der Schachtanlage Knesebeck erstrahlt seit einigen Tagen im Lichterglanz und wird effektvoll in Szene gesetzt.
Die Harz Energie, so Richard Laux und Manfred von Daak, haben in Zusammenarbeit mit der Bergstadt und der Samtgemeinde für eine hervorragende Illumination des Hydrokompressorturmes gesorgt. Ein herzliches Dankeschön ging in Richtung von Dr. Hjalmar Schmidt. Die Lichttechnik, so Dr. Schmidt, sei eine Herausforderung gewesen, die aber bestens gelöst wurde. Der beleuchtete Turm sei nun ein wahrer „Leuchtturm“ in Bad Grund.
Als „leuchtend“ erwies sich dann auch das, was der MGV Badenhausen unter der Leitung von Swetlana Gauks bot. Die 21 Sänger zogen alle Register ihres Könnens. „Zauber der Musik“ – mit diesem Lied wurden die Gäste auf das weitere Programm eingestimmt. Swetlana Gauks und „ihre Männer“ wagten mit dem Lied „Kosakenritt“ einen Ausflug in die endlosen Weiten Russlands. Eine bunte Mischung von Chorliedern war im ersten Block zu hören.
Und dann kam er, August Ey, alias Dr. Buschau aus Clausthal-Zellerfeld. Er erinnerte daran, dass „August Ey“ dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiern konnte. „Er lebe hoch“, so die lautstarken Rufe nach dem ehemaligen König aus Hannover, der Grund bestens kannte.
Bergführer Andreas Ravens ließ „Internes“ aus dem früheren Leben in der Bergstadt hören und erinnerte dabei an die zahlreichen Besuche des Dichters Wilhelm Raabe im Harz und in Grund.
Auch im zweitenTeil der Rezitationen ging es um „Harzerisches“, so zum Beispiel um die traurige Geschichte, die sich in Buntenbock ereignete, bei der ein Pferd sein Leben lassen musste. Erzählungen, denen aufmerksam zugehört wurde, und für die es viel Beifall gab. Beifall gab es auch für die weiteren Chorsätze, die teilweise zum Nachdenken anregten. Eine Volksweise aus dem Erzgebirge gehörte dazu. Mit viel Begeisterung wurde das lustige Lied vom „schönen Mädchen aus Sachsen“ aufgenommen. Dieses Lied entwickelt sich, so einige Badenhäuserinnen, immer mehr zum „Spitzenreiter“. Natürlich war auch der derzeitige Spitzenreiter, nämlich das Lied vom armen Bajazzo, als Zugabe zu hören. Eindrucksvoll dann auch das vierstimmig gesungene Lied „Stille Nacht“. Nicht vergessen wurde dem Gastgeber mit dem Lied „Glück-Auf, der Steiger kommt“, zu danken. „Wieder einmal ein schöner Abend“, so das Resümee der begeisterten und zufriedenen Gäste.