Maifest liefert tollen Einstand in Wonnemonat

Vor allem die Kinder kamen am 1. Mai voll auf ihre Kosten. (Foto: Kluge)

Auf das tolle Walpurgisfest folgte ein abwechslungsreiches Familienfest am 1. Mai

Von Camillo Kluge,
Bad Grund

Unter einem guten Stern standen nicht nur die Walpurgisfeierlichkeiten in Bad Grund, auch das Maifest lieferte einen tollen Einstand in den Wonnemonat. Ab Mittag leitete Moderator Hardy Wagner auf der Hauptbühne wieder durch ein buntes Programm mit vielen internationalen Künstlern.
Dabei war Folklore aus Osteuropa genauso im Programm wie ein Auftritt der Harzer Roller. Eine Tanzgruppe aus Kaliningrad hatte Veranstalter Walter Gaucks während ihrer Europa-Tournee von einem Umweg über Bad Grund überzeugen können. Sie begeisterten nicht nur mit farbenprächtigen Kostümen und Tanzeinlagen aus „Grease“. Besonders gut kamen auch die russischen Folklore-Tänze an, wo die jungen Männer die Säbel schwangen, mit Akkordeons wirbelten und einige höchst akrobatische Einlagen lieferten.
Die Zuschauer jedenfalls waren sehr angetan von der lockeren Unterhaltung auf der Bühne. Sie genossen das Angebot, gemütlich durch den Ort zu flanieren, sich zu treffen und ungezwungen zu plauschen. „Über 8000 Besucher“, freute sich Walter Gaucks vom Veranstalter Fortuna Eko aus Osterode, „kalkuliert hatten wir mit 6500.“ Und das galt nur für den Walpurgisabend. Ganz so voll war die Innenstadt am Dienstag zwar nicht, doch die Stände und Fahrgeschäfte waren ordentlich besucht. Besonderen Andrang erfuhren allerdings die gastronomischen Betriebe. Ob Grillbude des Harzklub-Zweigvereins oder die BeauTEA-Bar, Feldküche oder Cocktail-Theke, die Besucher genossen das sommerliche Wetter und flanierten durch den Ort.
„Es hat wirklich alles gut gepasst“, war Gaucks sichtlich zufrieden, „von der Eröffnungsparty am Samstag bis zum Maifest.“ Auch wenn er weniger damit am Hut hatte, freute ihn auch der sehr gute Besuch des Walpurgisstückes am Hübichenstein. Denn das gehört nicht nur zu der Walpurgisveranstaltung, sondern ist ein wichtiger Bestandteil. Leicht aufgepeppt kam es bei den Gästen sehr gut an. Auch Manfred von Daak, aus dessen Feder „König Hübich und die spanischen Raubvögel“ stammt und der auch über viele Jahre das Zepter rund um die Stücke in Händen hielt, lobte die leicht modernisierte Fassung. „Es hat mir gut gefallen“, sagte er.
Zufrieden war von Daak, Bürgermeister des Ortes, auch mit der ganzen Veranstaltung. Genauso wie auch Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Dietzmann. Gemeinsam genossen sie die Atmosphäre mit Bratwurst und Kaffee und freuten sich über die perfekte Werbung, die sich aus dem gelungen Fest für den Ort ergibt.
Ein Erfolg war auch das Chorkonzert in der St. Antoniuskirche mit verschiedenen Chören. „Die Kirche war sehr gut besucht“, hatte Gaucks festgestellt. Auch beim Aufstellen des Maibaums hatten sich viele Neugierige eingefunden. Doch ein Großteil des Erfolges ist natürlich dem idealen Wetter zu verdanken, auch wenn das zweite Standbein von „Walpurgis im Hexenkessel“ immer mehr zum tragen kommt. „An der Rockbühne waren dieses Jahr schon viel mehr Fans“, hatte Gaucks mitbekommen. Dabei ziehen nicht nur die lokale und Szene-Größen, auch der Metal-Battle zur Teilnahme am legendären Wacken Open Air lockt immer mehr Fans. Und die junge Generation, die nicht auf krachende Metal-Rhythmen steht, kommt schließlich auch auf ihre Kosten. „Bis nach sechs Uhr in der Frühe wurde im Atrium gefeiert“, wusste Gaucks von der Disco in der Nacht zum 1. Mai zu berichten.